Nicht wenige Regisseure haben der großen Leinwand den Rücken gekehrt, so auch David Lynch. Der erklärte im Gespräch nun, warum.

Der letzte Film von Regisseur David Lynch ist tatsächlich schon eine Weile her - elf Jahre, um genau zu sein: 2006 drehte er mit Inland Empire seinen letzten Spielfilm mit Laura Dern, Jeremy Irons und Justin Theroux in den Hauptrollen. Der Film lief in Deutschland am 26. April 2007 an. Seither hat Lynch nur noch Dokumentationen und Kurzfilme inszeniert.

Vielleicht lag es ja daran, dass Inland Empire einer, wenn nicht sogar der verwirrendste Film seiner Karriere ist - Weder die Stars noch die Studiobosse wussten, worum es überhaupt geht - und auch Lynch selbst hatte zugegeben, dass dieser Film mehr ein Experiment darstellte, geboren aus einem Gespräch mit Laura Dern, bei dem Lynch den Klang der Wörter Inland Empire so mochte, dass er sie zum Titel des Films machte, aber seither hat Lynch nie wieder einen Kinofilm inszeniert.

"Die Dinge haben sich verändert"

Warum, das erklärte er in einem Interview: "Die Dinge haben sich verändert", so Lynch. "So viele Filme laufen so schlecht an den Kinokassen, ungeachtet dessen, dass sie womöglich großartig wären, und die Dinge, die gut an den Kinokassen laufen, sind nicht das, was ich machen will."

Doch ganz weg von der Bildfläche ist der Kultregisseur, der seine Karriere mit dem surrealistischen 1977er-Horrorfilm Eraserhead begann, noch lange nicht. Gerade erst hat er einige Episoden für das TV-Revival von Twin Peaks inszeniert, das am 21. Mai starten wird.