Die Zeiten sind hart für Filmemacher, geschweige denn für unabhängige Filmemacher. Und so überlegt sich manch einer, ein zweites Standbein aufzubauen. So auch Regisseur Uwe Boll: Er lässt das Filmgeschäft allerdings komplett hinter sich und feiert stattdessen Erfolge mit seinem Restaurant Bauhaus.

Stars & Sternchen - Uwe Boll kehrt dem Filmgeschäft den Rücken und hat Erfolg mit Restaurant

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Restaurantbesitzer Uwe Boll und sein Michelin-Stern-gekrönter Küchenchef Stefan Hartmann (Bild von birthmoviesdeath.com)
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Im Filmgeschäft fühlte er sich unverstanden, seine Filme zu Unrecht verrissen und die Hater für Neider auf das, was er als unabhängiger Filmemacher bis dato erreicht hatte - Uwe Boll, der Brachial-Filmemacher aus Wermelskirchen. Doch zumindest an letzteren war er nicht ganz unschuldig: Boll rief Kritiker dazu auf, sich ihm im Box-Ring zu stellen, pöpelte in alle Richtungen und wenn ein Kickstarter-Projekt scheiterte, zeigte er gerne mal den Stinkefinger. Dazu versiegten die Fördertöpfe. Selbst das Blu-ray- und DVD-Geschäft ist rückläufig - Bolls bisherige Garantie für Einnahmen. für Tausendsassa Boll, der vom Drehbuch über Regie, Produktion und Vertrieb quasi alles im Alleingang stemmt, rentierte sich die Plackerei irgendwann nicht mehr, etwas Neues musste her.

Uwe Bolls Restaurant begeistert Kritiker

Und so kommt das Restaurant Bauhaus im kanadischen Vancouver ins Spiel: Im Juli 2015 hat Boll sein Restaurant eröffnet. Die Idee dazu ist der Tatsache geschuldet, dass dem Mann, der ansonsten eigentlich nichts aus der alten Heimat vermisst, das gute deutsche Essen doch etwas gefehlt habe. Also überlegte er nicht lange und baute sich sein zweites Standbein auf, das nun schon bald womöglich sein Hauptgeschäft sein dürfte.

Einen kleinen Coup konnte er auch mit der Besetzung des Chefkochs landen: Kein Geringerer als der Berliner Starkoch Stefan Hartmann, der in der deutschen Hauptstadt ein Gourmet-Restaurant führte und dort als einer der Jüngsten seinen ersten Stern vom Guide Michelin erhielt, nahm das Angebot an und verantwortet nun die delikate Speisekarte vom Bauhaus.

Und ganz im Gegensatz zu Bolls Filmtreiben sind die Kritiker dieses Mal begeistert. Vom Start weg ist der Tenor überschwänglich: The Georgia Straights Gail Johnson war zunächst schockiert über die hohen Preise. Nach der Verkostung war klar, das Konzept geht vollends auf. "Es wird teuer, aber ich komme wieder", so Johnson. Die Kritiken sind super, das einzige, was noch fehlt, sind zahlende Gäste. Daran will Boll noch arbeiten.

Rampage 3: No Mercy wird sein letzter Film

Boll will zwar keinen Film mehr drehen, aber einen hat er noch, sein letztes Wunschprojekt: Rampage 3: No Mercy. Dass er in der Rampage-Reihe quasi sein Magnum Opus sieht, daraus machte er nie einen Hehl. Die Crowdfunding-Kampagne dazu ist zwar gescheitert und die Finanzierung musste Boll somit teilweise aus eigener Tasche zahlen, doch das war es ihm offenbar wert. Ob er beim Catering auf sein gefeiertes Restaurant Bauhaus zurückgriff?

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