Die meisten dürften Emily Browning nur als zwar taffes, aber reichlich stereotypisches Blondchen mit dem passenden Namen Babydoll aus Zack Snyders Sucker Punch kennen. Und genau das will sie nie wieder spielen. Hollywood produziere ihrer Meinung nach sowieso nur Filme für weiße Männer.

Erst kürzlich beschwerte sich Daryl Hannah darüber, dass Hollywood ihr nur noch Schrott anbiete. Offenbar haben nicht nur Frauen ab Mitte 40 dieses Problem, auch die 27-jährige Emily Browning kann ein Lied von Hollywoods Schubladen-Besetzung singen. Die australische Schauspielerin, die ab Januar 2016 an der Seite von Tom Hardy im Crime-Thriller Legend zu sehen ist, sei fest entschlossen, sich nie wieder in derlei sexistische Rollen wie die der Babydoll in Zack Snyders Sucker Punch stecken zu lassen - ein Film, in dem leichtbekleidete und laszive Frauen mit großen Knarren gegen böse Buben antreten und dabei immer weniger an haben.

"Ich bin so fest entschlossen, nicht mehr das heiße Babe zu spielen, das nichts zu sagen hat, das keine Meinung hat, aber es ist so schwer dem zu entgehen", so Browning. "Hollywood-Filme sind für weiße Männer gemacht und das ist etwas, worüber ich nachdenke und das mich die all die Zeit nervt."

Das Traurige daran für Browning: dieser Sexismus sei so beständig und allgegenwärtig , dass man es nicht einmal mehr bemerke. Daher nehme sie auch kaum Rollen an, da sie auf Angebote warte, die ihr mehr geben als nur die bloße Präsenz zu zeigen. Rollen wie die der Frances Shea in Brian Helgelands Gangster-Biopic Legend.

Legend startet hierzulande am 7. Januar 2016 in den Kinos.

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