In einem langen Instagram-Eintrag hat Rose McGowan nicht nur den Grund für das "Ende" ihrer Schauspielkarriere bekannt gegeben, sie hat auch die Schuldigen für die Situation in Hollywood angeprangert - die Männer.

Stars & Sternchen - Rose McGowan: Männer und Superheldenstreifen sind schuld an Hollywoods Misere

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Rose McGowan in Robert Rodriguez' Grindhouse-Feature Planet Terror
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Dass nicht jeder Schauspieler oder jede Schauspielerin das (vermeintlich) starke Aufkommen an Superheldenstreifen gutheißt, ist kein Geheimnis.

Besonders erfolgreiche Regisseure wie Steven Spielberg und Tim Burton üben Kritik. Und zu den Kritikern gesellt sich nun auch Schauspielerin Rose McGowan hinzu. Oder sollte man eher sagen, Ex-Schauspielerin Rose McGowan? McGowan, um die es zumindest auf der Leiwand in den letzten Jahren relativ ruhig geworden ist, meldete sich auf Instagram zu Wort und teilte mit, dass sie der Schauspielerei nur deshalb den Rücken gekehrt habe, weil die die ihrer Meinung nach banalen Superheldenstreifen den Film an sich zerstören.

Superheldenstreifen fehlt es an allem, was den Film an sich ausmache

Superheldenstreifen mögen zwar nicht das Gros des jährlichen Hollywood-Outputs ausmachen, man kann aber wohl sagen, dass sie die Pfeiler der Einnahmen der Studios darstellen. Das Subgenre ist derart populär und setzt dermaßen viel Geld um, dass im Grunde kein Studio auf solche Event-Movies verzichten kann. Oftmals finanzieren diese Filme weitere, kleinere Filme der Studios mit. Floppt dagegen eines dieser teuren Produktionen, stellt das einen empfindlichen finanziellen Schlag dar. Da ist es kein Wunder, dass nahezu jedes Studio auf Superheldenstreifen setzt und möglichst mehrere Filme, ja gleich ein ganzes filmisches Universum zu schaffen versucht.

"Ich möchte auch dafür eintreten, andere Geschichten aufzunehmen", so McGowan. "Wo sind die menschlichen Geschichten? Ich möchte keine grünen Kobolde und enge Kostüme. Ich will intelligente, gewagte Werke, die unsere Gesellschaft voranbringen. Ich will einen Spiegel und keine nach Belieben erbrochene Klischees. Von Scarface zu The Big Lebowski, von M zu Anchor Man, vom großartigen Carol zu Chinatown bis hin zu Sullivans Reisen. Lasst uns die Komplexität zurückbringen."

Kritik an Superheldenstreifen als Vorwand für feministischen Protest?

Allerdings muss man sich hier fragen, ob die angeführte Kritik an den Superheldenstreifen nur ein Vorwand war, um zur eigentlichen feministischen Problematik zu kommen. Denn die erklärte Feministin McGowan schweift sehr schnell von Superheldenstreifen hin zur Situation weiblicher Filmemacher ab.

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Männer wie Joss Whedon sind schuld an der filmischen Misere
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Die Schuld trägt der Mann

"Denkt nur an all die Geschichten, die es nicht auf die Leinwand schaffen, weil Frauen vom Status Quo blockiert werden. Um ehrlich zu sein langweilt es mich vor der Kamera mittlerweile so sehr, dass ich aufhören musste. Langweilig, weil egomanische Tyrannen oftmals keine Kunst machen."

Eine Lösung hat McGowan auch schon parat: "Mehr Frauen. Ändert die Diskussion. Unterstützt mehr Tiefgang", denn die Schuld am Mangel an anspruchsvollen Filmen sei nur einer Gruppe zuzordnen: den Männern.

"Wenn Männer 98 Prozent aller Filme produzieren, lastet die Schuld der Banalität ganz offen und ehrlich auf deren Schultern. Ich bin in erster Linie ein Teil des Publikums und mir reicht es. Und ich kenne viele andere, die ähnlich denken. Sie [die Männer] zerstören den Film. Mich interessiert es einen Scheiß, ob es einen weiblichen Superhelden gibt."

"Und das Problem mit Superheldenstreifen ist, dass es ihnen an Komplexität, Story-Entwicklung, Charakter-Entwicklung und Meinungsfreiheit mangelt. Wenn es okay ist, wird es als gut angesehen. Wenn es gut ist, ist es großartig. Die Realität ist, kein denkender Mensch stimmt darin überein. Und wir werden von nicht-denkenden Kleingeistern ignoriert."

Kriegserklärung an Hollywood

Bereits im August hatte McGowan Hollywood den "Krieg" erklärt und einen Tweet veröffentlicht, in dem sie auf eine Notiz beim Castingaufruf zu Adam Sandlers Netflix-Brachialkomödie The Ridiculous 6 hinwies, bei der Schauspielerinnen doch bitte etwas tragen sollten, das ihre Oberweite betont. In diesem Punkt mag sie durchaus recht haben, doch interessanterweise kam dieser Tweet kurz vor der Premiere ihres Kurzfilms Dawn, bei dem sie erstmals Regie führte.

McGowan ist seit 2011 in keinem Kinofilm mehr aufgetreten. Allerdings hat sie in diesem Jahr in gleich drei Filmen mitgespielt, bzw. dreht einen derzeit noch ab. Ob sich Ms. McGowan einfach nur wieder ins Gespräch bringen wollte, um auch auf ihre neuen Filme aufmerksam zu machen?

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