In ihrem ersten Interview seit dem tragischen Selbstmord von Robin Williams sprach seine Witwe Susan Williams über die Umstände, die zu seiner fatalen Entscheidung führten. So habe er nur noch drei Jahre zu leben gehabt.

Etwas mehr als ein Jahr ist es nun her, seit Hollywood-Comedian und Philanthrop Robin Williams verstorben ist. Der beliebte Schauspieler nahm sich in der Nacht vom 10. auf den 11. August im vergangenen Jahr in seinem Haus das Leben. Nun sprach seine Witwe Susan Williams erstmals in einem emotionalen Fernsehinterview über seinen Tod und den möglichen Grund für seine Entscheidung. So habe Williams an der Lewy-Körper-Demenz gelitten, eine Diagnose, die ihn zusammen mit seiner Depression in Angst versetzte und die das Leben des Ehepaars zum Albtraum werden ließ.

"Wenn Robin Glück gehabt hätte, hätte er vielleicht noch drei Jahre gehabt", so Susan. "Und es wären harte Jahre geworden. Es bestand die Wahrscheinlichkeit, dass man ihn hätte einsperren müssen."

Die Lewy-Körper-Demenz wird häufig fälschlicherweise mit Parkinson verwechselt und stellt eine spezielle Form der Demenz dar. Typische Symptome sind optische Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Depressionen, Beeinträchtigung des Denkvermögens und der Motorik. Die Depression sei lediglich ein kleines Übel gewesen und keineswegs der Hauptgrund, warum sich Robin Williams das Leben nahm.

"Die Depression war nur ein kleines Stück vom Kuchen. Wesentlich schwerwiegender als die Depression war die Angst. Und die Angst war groß." Susan glaubt, der Selbstmord war seine Art, die Kontrolle über sich und seine Situation zurückzugewinnen. Die ersten Anzeichen tauchten im November 2013 auf. Immer waren es andere Beschwerden und kein Arzt konnte die Ursache finden. Bis die Williams im Mai 2014 die Diagnose Parkinson erhielten. Dass es sich tatsächlich aber um die Lewy-Körper-Demenz handelte, kam erst bei der Autopsie seines Leichnams heraus.

"Die Lewy-Körper-Demenz hat Robin getötet", ist sich Susan sicher. "Er verlor allmählich den Verstand und er war sich darüber im Klaren. Er riss sich so gut es ging zusammen, aber im letzten Monat war er dazu nicht mehr in der Lage. Es war als wäre der Damm gebrochen. Ich meine, es gab mehrere Gründe. Glaubt mir, ich habe darüber nachgedacht, was in ihm vor sich ging, was ihn zu dieser Entscheidung trieb - es zu tun. Ich denke, er hat einfach 'Nein' gesagt. Und ich nehme es ihm nicht übel. Ich mache ihm keinen Vorwurf."

Er sei ein mutiger Mann gewesen, ihr mutiger Mann, so Susan Williams.

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