Der britische Schauspieler und Regisseur Richard Attenborough ist im Alter von 90 Jahren am Sonntag gestorben. Wie der britische Ministerpräsident David Cameron zu dem Verlust bereits sagte: er war einer der Größten des Films.

Unvergessen sein Regie-Meisterwerkt Gandhi, in dem es um den gleichnamigen indischen Freiheitskämpfer geht. Ausgezeichnet wurde der Film damals mit acht Oscars, darunter für den besten Film und die beste Regie.

Ebenfalls sorgte er für Filme wie Schrei nach Freiheit und Die Brücke von Arnheim. Er stand außerdem unter anderem für Filme wie Doktor Dolittle (1967), Ein Unbekannter rechnet ab und 1979 noch einmal für Der menschliche Faktor vor der Kamera.

Nach seiner bereits üppigen Schauspielkarriere, gesellte er sich ab 1993 wieder auf die große Leinwand – den Anfang machte er mit Steven Spielbergs Jurassic Park, wo er den Multimilliardär und Parkbesitzer John Hammond mimte. Auch in Vergessene Welt: Jurassic Park, Elizabeth und weiteren Streifen tauchte er nochmals auf. Doch ein Film dürfte neben Jurassic Park ganz besonders in Erinnerung bleiben: Das Wunder von Manhattan.

In einem Statement teilt Spielberg mit, dass Attenborough allen Dingen in seinem Leben stets Leidenschaft entgegenbrachte – der Familie, den Freunden, dem Land und der Karriere. Er habe mit Ghandi der Welt ein Geschenk gegeben und er sei der perfekte "Zirkusdirektor" gewesen, um die Dinosaurier als John Hammond in Jurassic Park zurückzubringen. Er sei auch ein lieber Freund gewesen und Spielberg selbst stehe in einer endlosen Schlangenlinie derer, die ihn völlig bewunderten.