Mit The Shape of Water wird Regisseur Guillermo del Toro im kommenden Februar mit einem neuen Fantasyfilm in den Kinos vertreten sein. Eigentlich hat der Filmemacher bereits seine nächsten Projekte gefunden. Umso überraschender kam seine Ankündigung, sich ein Jahr Auszeit gönnen zu wollen. Nun erklärte er im Interview, wieso.

Nicht alle Projekte von Guillermo del Toro sind von Erfolg gekrönt - man ist versucht, zu sagen, kaum eines. Zu speziell, zu grotesk, zu fanboy-lastig und zu nischig verhalten sich Werke wie Pacific Rim oder Crimson Peak. Dafür kriegen Del Toros Filme fast durchwegs positive Kritiken. Mit The Shape of Water wird es sich wahrscheinlich nicht anders verhalten. Danach wollte sich der mexikanische Filmemacher eigentlich an den Schwarzweiß-Film Silver und an das Remake des 1966er-Films Die phantastische Reise setzen, in dem sich Wissenschaftler in einem geschrumpften U-Boot in den Körper eines Menschen begeben. Allerdings verordnete sich Del Toro ein Jahr Pause.

Die ungeteilte Aufmerksamkeit

Der Grund sei aber nicht eine dringende Pause, um sich von Strapazen eines Drehs zu erholen, wie Del Toro in einem Interview nun erklärte. "Ich hatte das Gefühl, dass The Shape of Water gute sechs Monate an ungeteilter Aufmerksamkeit brauchte, um ein Publikum zu finden und um es als jemand zu genießen, der etwas geschaffen hat, worauf man stolz ist. Mir ist das schon einmal passiert. 2001 mit The Devil's Backbone - mein Zweitliebster unter all den Filmen, die ich gemacht habe. The Shape of Water ist mein Liebster und The Devil's Backbone mein Zweitliebster - gefolgt von Pan's Labyrinth."

Das Problem, das er damals verspürte, war die Tatsache, dass er an der Post Production von Blade 2 saß, während The Devil's Backbone in den Kinos lief. Er sei zwar sehr stolz auf das Werk gewesen, konnte es aber aufgrund seiner Arbeit weder genießen noch sich Zeit für den Film nehmen. "Filme sind wie Kinder", so Del Toro. "Sie werden groß und dann verlassen sie einen und kommen nie wieder zurück."

Fantastic Voyage a.k.a. Die phantastische Reise wolle er im Herbst nächsten Jahres angehen. Bis dahin werde er als Produzent unter anderem an der zweiten Staffel von Trollhunters für Netflix arbeiten.

The Shape of Water

Vom meisterhaften Geschichtenerzähler Guillermo del Toro kommt The Shape of Water - ein Märchen nicht von dieser Welt, eingebettet im Amerika während des Kalten Krieges im Jahr 1963. Im geheimen Hochsicherheitslabor der Regierung, wo sie arbeitet, ist Elisa (Sally Hawkins) gefangen in einem Leben aus Stille und Isolation. Elisas Leben wird für immer verändert, als sie und ihre Kollegin Zelda ein hochgeheimes Experiment entdecken.

Neben Sally Hawkins spielen in Regisseur Guillermo del Toros Fantasy-Romanze noch Michael Shannon, Michael Stuhlbarg, Octavia Spencer, Doug Jones, Richard Jenkins, Lauren Lee Smith, John Kapelos und David Hewlett mit.

Deutscher Kinostart ist der 15. Februar 2018.