Star-Regisseur Quentin Tarantino war jahrelang in einer Videothek beschäftigt. Da verwundert es nicht, dass er es noch heute bevorzugt, seine Filme auf VHS oder DVD zu schauen und noch immer Filme im Fernsehen aufnimmt.

Quentin Tarantino hatte noch nie einen Hehl aus seiner Abneigung gegenüber Streaming-Diensten gemacht. "Die Vorstellung, dass sich jemand meinen Film auf seinem Smartphone anschaut, ist sehr deprimierend. Ich kann einen Film nicht einmal auf dem Laptop ansehen", so Tarantino in einem Interview mit Vulture.

Und das kommt nicht von ungefähr, arbeitete er vor seiner Karriere als Regisseur doch bei Video Archives als Videothekar - im Grunde der ideale Arbeitsplatz für den Filmfreak.

In Tom Rostons Buch I Lost it at The Video Store: A Filmmakers' Oral History of a Vanished Era spricht Tarantino neben anderen Regisseuren in einem Kapitel über heutige Streaming-Dienste wie Netflix. "Streaming begeistert mich überhaupt nicht", so Tarantino. "Ich mag es, etwas Festes und Greifbares in meinen Händen zu halten. Und ich kann keinen Film auf einem Laptop schauen. Ich benutze Netflix überhaupt nicht, ich habe keinen dieser Dienste. Ich habe die Filme von Video Archives. Sie sind nicht mehr im Geschäft und ich habe ihre Bestände gekauft. Wahrscheinlich nahezu 8000 Videobänder und DVDs. Ich nehme noch immer Filme im Fernsehen auf und erweitere so meine Sammlung."

Und Tarantino steht mit dieser Leidenschaft nicht einmal alleine da, es gibt eine ganze Community, die sich ähnlich den Retro-Gaming-Nerds den alten VHS-Kassetten verschrieben hat:

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