Ein Filmemacher, der damit einverstanden ist, dass seine Filme auf illegale Weise verbreitet und gesehen werden? Kaum zu glauben, aber genau das hat Quentin Tarantino in einem Interview mitgeteilt. Allerdings nur, wenn es keinen anderen, legalen Weg gebe.

Stars & Sternchen - Quentin Tarantino begrüßt Bootlegs seiner Filme in China

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Quentin Tarantino will, dass seine Filme gesehen werden
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In einem Interview sagte Quentin Tarantino, dass ihn die Vorstellung ziemlich deprimiere, dass irgendwo irgendjemand einen seiner Filme über das Display eines Smartphones betrachtet. Er selbst könne es sich nicht einmal vorstellen, einen Film auf dem Notebook anzusehen. Kein Wunder, der Mann lebt für die Leinwand. Sein letzter Film The Hateful 8 wurde gar für 70mm-Vorführungen konzipiert.

Und trotz allem sei er in gewissen Situationen damit einverstanden, wenn jemand seine Filme auf eine illegale Weise herunterlädt und sonstwie anschaut, wie er in einem Interview mit ABC mitteilte.

"Ich habe viele chinesische Fans"

In China boomt der Markt mit Bootlegs, illegalen Kopien von Filmen gerade auch deswegen, weil dort pro Jahr nur eine gewisse Zahl an ausländischen Filmproduktionen in den Kinos laufen dürfen. Und selbst wenn ein Film die Genehmigung erhält, in den dortigen Kinos zu laufen, kann es sein, dass diese noch nachträglich zurückgezogen wird. So geschehen 2012 mit Quentin Tarantinos Western Django Unchained.

"Wir haben mit Django Unchained kein Geld dort gemacht", so Tarantino. "Aber zur selben Zeit haben es die Leute dort überall gesehen, weil sie ihn über Bootlegs schauten und so weiter. Ich habe viele chinesische Fans, die meine Filme auf der Straße kaufen und ansehen und ich bin damit einverstanden."

Das bedeute aber nicht, dass er generell mit Bootlegs einverstanden sei, "aber wenn mich die Regierung zensiert, will ich, dass die Leute meinen Film auf jede mögliche Art sehen können."

Eine großzügige Meinung eines Cineasten, der hier den Genuss eines Films vor die Wirtschaftlichkeit stellt. So jemand verdient Respekt. Und den hat Tarantino erst vor kurzem erhalten, als sich die für den massiven Leak von über 40 aktuellen Hollywood-Produktionen mitverantwortliche Gruppe Hive-CM8 persönlich bei ihm entschuldigte.

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