Es ist eine weitere tragische Nachricht so kurz vor dem Jahreswechsel: Carrie Fisher, den meisten als Prinzessin Leia Organa bekannt, ist tot.

Stars & Sternchen - Prinzessin-Leia-Darstellerin Carrie Fisher ist tot

alle Bilderstreckenalle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 1/21/2
Carrie Fisher in der Rolle als Prinzessin Leia, die sie über Nacht zum Star machte
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Carrie Fisher ist tot. Zuletzt gab es die Nachricht, dass sie vergangenen Freitag auf dem Flug von London nach Los Angeles kurz vor der Landung einen Herzstillstand erlitten hat. Nachdem sie bereits an Bord das Bewusstsein verloren hatte, wurde sie nach der Landung sofort in medizinische Behandlung gegeben. Fisher konnte zwar noch reanimiert werden und lag ihrem Bruder Todd zufolge auf der Intensivstation, ihr Zustand sei aber stabil, so Todd. Nun ist sie am Dienstagmorgen gestorben.

"Mit großer Trauer muss Billie Lourd verkünden, dass ihre geliebte Mutter Carrie Fisher heute früh um 8.55 Uhr gestorben ist", so das Statement. "Die Welt hat sie geliebt und sie wird sehr vermisst werden", sagte ihre Tochter Billie Lourd. "Unsere gesamte Familie dankt für die Anteilnahme und Gebete."

Ein Leben unter Druck

Carrie Frances Fisher wurde am 21. Oktober 1956 als Tochter des erfolgreichen Sängers Eddie Fisher und der Schauspielerin Debbie Reynolds in Beverly Hills, Kalifornien direkt in die glamouröse Welt Hollywoods hineingeboren. Schon früh interessierte sich Carrie Fisher für das Schauspielern und trat mit ihrer Mutter im Broadway-Revival Irene auf. Daraufhin schmiss sie die High School mit 15 Jahren. 1973 ging sie nach London auf die London's Central School of Speech and Drama, wo sie zwei knappe Jahre lang war, ebenfalls ohne Abschluss. Auch vom Sarah Lawrence College, wo sie Kunst studierte, ging sie ohne einen Abschluss ab. Der Grund dieses Mal: Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung.

Die Rolle der Prinzessin Leia Organa sollte für Fisher der Durchbruch in Hollywood bedeuten, nachdem sie 1975 in Shampoo ihr Filmdebüt gab. Dabei war ihre Mutter zunächst dagegen, dass sie mitmacht, da der Film ein Low-Budget-Streifen eines unerfahrenen Jungfilmers war. In zwei weiteren Filmen verkörperte Fisher den fleischgewordenen Traum eines jeden Sci-Fi-Fans - ein Status, der mit ihrem Kostüm in Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter nur noch mehr zementiert wurde. Dem Druck, der auf ihr in dieser Zeit lastete, konnte sie nur durch Drogen standhalten - der falsche Weg.

Erfolg als Autorin

Auch im Privatleben lief es nicht gut für die Schauspielerin, die nach eigenen Angaben an bipolarer Störung litt. Ihre erste Ehe mit dem Musiker Paul Simon hielt nur wenige Monate, nachdem sie rund sechs Jahre zusammen waren. Zwei Jahre war sie danach mit dem Agenten Bryan Lourd verheiratet. Aus der Ehe ging Tochter Billie Lourd hervor. Daneben hatte sie kurze Liebschaften mit Dan Aykroyd und Harrison Ford am Set der Sci-Fi-Saga, wie sie erst vor kurzem enthüllte.

An ihren großen Erfolg in den Star-Wars-Filmen konnte Fisher schauspielerisch nie mehr anknüpfen, obwohl sie in einigen Kultfilmen mitgespielt hat, darunter Blues Brothers und Harry und Sally. Dafür startete sie eine zweite Karriere als Roman- und Drehbuchautorin sowie als Script Doctor. 1987 veröffentlichte sie ihr Debütroman Grüße aus Hollywood mit autobiografischen Elementen. Der Roman wurde 1990 von Mike Nichols mit Meryl Streep, Dennis Quaid und Shirley MacLaine verfilmt. Insgesamt hat sie sechs Bücher geschrieben, ihre eigene Lebensgeschichte verarbeitete sie zur Broadway-Show Wishful Drinking.

2015 kehrte Fisher in Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht ein letztes Mal in ihre Rolle der mittlerweile zum General des Widerstands aufgestiegenen Leia Organa zurück. Zuletzt soll sie in London die Dreharbeiten für die dritte Staffel der britischen Sitcom Catastrophe beendet haben. Zudem befand sie sich auf einer Promotour für ihre Autobiografie The Princess Diarist. Fisher hatte noch viel vor.

Ruhe in Frieden, Carrie.