Mit dieser Kritik dürfte Schauspieler Nicholas Hoult nicht einmal alleine dastehen. In einem aktuellen Interview kritisierte er das Genre des Superheldenfilms. Einige filmische Vertreter seien ganz offensichtlich nur reine Geldmacherei und von daher völlig substanzlos.

Stars & Sternchen - Nicholas Hoult frustriert: Einige Superheldenfilme sind reine Geldmacherei

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Nicholas Hoult selbst spielt in der X-Men-Reihe die Rolle des Beast
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Sind Superheldenfilme reine Geldmacherei? Wenn es nach Nicholas Hoult geht, dann ja, zumindest einige. Das teilte er in einem Interview in der aktuellen NME mit. "Manchmal schaue ich mir Superheldenfilme an und bin zugegebenermaßen wirklich frustriert von ihnen", so Hoult. "Man hat das Gefühl, dass einige von denen reine Aufmacherei sind und sich nicht einmal wirklich Mühe geben, weil es eine lukrative Formel ist."

Bekanntlich spielt Hoult selbst in Superheldenfilmen mit. So hat er in Matthew Vaughns X-Men: Erste Entscheidung und in Bryan Singers X-Men: Zukunft ist Vergangenheit den Mutanten Beast verkörpert. Doch wer jetzt "Wer im Glashaus sitzt..." rufen will, Hoult ist von den X-Men-Filmen überzeugt.

"Ich liebe die X-Men-Filme, weil sie Herz haben und Schauspieler wie Michael Fassbender, die den Charakteren Leben einhauchen. Die Superhelden in dieser Welt sind nicht selbstgefällig. Man möchte doch niemandem zusehen, bei dem man von Anfang an weiß, dass er gewinnen wird und der dann zwei Stunden über einfach nur glänzt."

Das könnte man nun in diesem Zusammenhang als direkte Kritik an einige Superheldenfilme, wenn nicht sogar an alle richten. Doch während die Mutanten in den X-Men-Filmen wirklich kämpfen und leiden und auch Verluste hinnehmen müssen, wirken die Verluste in einigen Filmen des Marvel Cinematic Universe austauschbar und aufgesetzt.

Diese Kritik, die Hoult anbringt, wurde nicht zum ersten Mal offen geäußert. Kultregisseur Tim Burton, der selbst mit Batman und Batman Returns schon selbst Superheldenfilme inszeniert hat, nannte die Marvel-Formel langweilig. Regisseur David Cronenberg hält Superheldenfilme gar für "dumm". Eine Meinung, die auch Comedian und Schauspieler Simon Pegg teilt. Mehr noch: Superheldenfilme "verdummen die Gesellschaft", so seine, wie er selbst zugab, etwas überzogene Kritik. Und Steven Spielberg prophezeite bereits den Niedergang des Superheldengenres, das von einem anderen Genre in naher Zukunft verdrängt werde. Dabei nannte er das Beispiel des Westerns.

Aber es gibt auch positive Stimmen. Quentin Tarantino glaubt, er wäre auch ein riesiger Fan dieser Filme, wenn er etwas jünger wäre. In den 80ern hätten sie sehr gut hineingepasst, da habe er eindeutig zu viele schlechte Filme gesehen.

Was meint ihr? Welcher Superheldenfilm der jüngeren Zeit war für euch reine Geldmacherei?

Marvel oder DC?