Hollywoods Enfant Terrible Shia LaBeouf ist immer für eine seltsame Aktion gut. Und derzeit läuft eine weitere, in der er drei Tage lang ununterbrochen seine gesamten Filme im Kino durchschaut. Und ihr könnt ihm dabei zuschauen.

Die meisten kennen den einstigen Kinderstar Shia LaBeouf nur als Transformers-Heini, der drei Filme lang verzweifelt versuchte, seine Teilnahme irgendwie mit Herumblödeln zu rechtfertigen. Nach Transformers 3 - Die dunkle Seite des Mondes entschied er, dass es an der Zeit war, das zu tun, was er ohnehin schon die ganze Zeit tat: auf Hollywood zu scheißen und sich lieber Independent-Filmen zu widmen. So spielte er in Fredrik Bonds Lang lebe Charly Countryman [ein guter Film, auch wenn LaBeouf seinen Regisseur unter Acid-Einfluss gewürgt haben soll]. Bekannt ist auch seine Kollaboration mit dem europäischen Regie-Anarchisten Lars von Trier für Nymphomaniac: Vol. I und II.

72-Stunden-Tour-de-Beouf mit Livestream

Aber so richtig bekannt geworden ist LaBeouf abseits des Mainstreams mit seiner Performance-Art. Die meisten dürften die Aktion #IAMSORRY kennen, bei der LaBeouf 2014 für ganze sechs Tage mit Anzug und einer Tüte über den Kopf in einem Raum in einer Galerie saß. Hierbei arbeitete er mit Rönkkö & Turner zusammen, hinter dem sich die Künstler Luke Turner und Nastja Säde Rönkkö verstecken. Jeder wurde dazu eingeladen, einen bereitgestellten Gegenstand auszuwählen und eine gewisse Zeit mit ihm zu verbringen. Dabei sprach er kein Wort und interagierte auch nicht. Man konnte aber tun und lassen, was man wollte. Angeblich soll ihn eine Journalistin darin vergewaltigt haben.

Und seine neueste Aktion mit Rönkkö & Turner ist nicht minder skurril. Vom 10. bis zum 12. November schaut sich LaBeouf im Angelika Film Center in New York ununterbrochen, 24 Stunden am Tag und insgesamt für 72 Stunden lang alle seine Filme an. Dieses Kunstprojekt mit dem Titel #AllMyMovies findet öffentlich statt und alle sind dazu eingeladen, kostenlos dabei zu sein und ihm Gesellschaft zu leisten. Wer nicht vor Ort sein kann, darf auch auf den Livestream zurückgreifen. Es gibt aber auch hier weder Ton noch einen Kommentar. Mal sehen, ob LaBeouf dieses Projekt durchsteht.

Just do it!

Aber Aufgeben ist ja keine Option für ihn. Schließlich hat er erst vor einiger Zeit mit Absicht eine Motivationsrede vor einer Green Screen gehalten, die sich ziemlich schnell und viral verbreitete:

Ein weiteres Video

Was kaum jemand weiß, diese Darstellung war Teil einer Zusammenarbeit mit dem Central Saint Martins, einer Londoner Kunstschule mit dem Titel #Introductions. Die Studenten mussten ihm einen Text vorlegen, den er vor einer Green Screen aufsagen sollte. Am Ende hat LaBeouf ganze 36 Texte eingesprochen.

Seine eigenen Filmprojekte waren allerdings nicht ganz so erfolgreich. So wurde sein Kurzfilm HowardCantour.com eindeutig als Plagiat aufgedeckt.