Liam Neeson wird demnächst erneut in einem Actionthriller zu sehen sein - Run All Night. Doch wenn es nach ihm geht, wird er in spätestens zwei Jahren das Actionfach an den Nagel hängen.

Stars & Sternchen - Liam Neeson will dem Actiongenre in zwei Jahren den Rücken zukehren

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Liam Neeson in einem typischen "Liam Neeson with a Gun"-Streifen
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2008 spielte Liam Neeson in Regisseur Pierre Morels 96 Hours - Taken die Rolle des Ex-Elite-Agenten Bryan Mills. Was keiner wissen konnte: Mit dem kompromisslos harten Actionthriller und dem mittlerweile leicht abgekürzten Kultspruch: "I don't know who you are. But i will find you, and i will kill you" katapultierte sich Neeson vom gefeierten Charakterdarsteller hinauf in den Action-Olymp zum Nachfolger von Charles Bronson. Mehr aber noch, für viele Fans kreierte er sein eigenes Action-Subgenre: Liam Neeson with a Gun. Seither hat er nämlich fast nur noch in ähnlich angelegten Actionkrachern mitgespielt. Von den Sequels zu Taken über Blockbuster wie das Das A-Team, Survival-Streifen wie The Grey - Unter Wölfen bis hin zu Thrillern wie Unknown Identity, Non-Stop und Ruhet in Frieden - A Walk Among the Tombstones hat er sein Subgenre über die Jahre immer fleissig bedient.

Ab dem 16. April ist er in Run all Night erneut wieder mit einer Knarre zu sehen. Mit Regisseur Jaume Collet-Serra hatte er bereits Non-Stop und Unknown Identity gedreht. Der Erfolg von Neesons später Charles Bronson-Gedächniskarriere hat auch Nachahmer auf den Plan gerufen. Einer von ihnen, Sean Penn, der ab dem 30. April in The Gunman zu sehen sein wird, distanzierte sich trotz seines Films von diesen "Geriaction"-Streifen. Geriaction ist dabei eine Mischung aus den englischen Begriffen geriatric und action und bedeutet grob übersetzt soviel wie Opa-Action.

Doch auch Liam Neeson will dem Subgenre den Rücken zukehren. Nicht weil er es für idiotisch hält, sondern, weil er sich mit bald 64 Jahren doch schon langsam für zu alt halte, um noch länger als Actionheld zu dienen.

"Vielleicht noch zwei Jahre", so Neeson in einem Interview mit The Guardian. "Wenn Gott mich schont und ich gesund bleibe. Aber danach werde ich mit Action aufhören, denke ich."

Die späte Actionkarriere habe seine Karriere durchaus beflügelt und er erhalte laufend Drehbücher zu Actionfilmen zugesandt. Das finde er einerseits zwar sehr schmeichelnd, andererseits wisse er aber durchaus, dass er langsam aber sicher an seine Grenzen komme.

"Wenn ich merke, dass das Publikum sagt, 'Kommt schon, er ist 62, genug ist genug', wenn ich diese Stimmung erfassen sollte, dann wird es sofort aufhören. Und ich fange dann an, Väter und Großväter zu spielen. Aber ich halte mich selbst fit und meine Knie sind noch immer in guter Verfassung. Und es macht Spaß."

Auf die Frage von Screenrant, warum Neeson erst in seinen 50ern als Actionstar Erfolge feiern konnte, antwortet Regisseur Jaume Collet-Serra, dass es nun mal andere gab. "Als er in seinen 30ern war, waren auch andere Leute in ihren 30ern und haben diese Art Filme gedreht." Damit meint er sicher Schauspieler wie Bruce Willis, Nicolas Cage und Mel Gibson, die Rollen gespielt haben, die heute Neeson spielt. Nur rund 20 Jahre später.

Was ist mit euch? Wollt ihr Neeson noch weiterhin als Actionopa sehen oder findet ihr auch, dass es mittlerweile reicht?