In einem Interview blickt Josh Hartnett auf seine Karriere zurück und gibt zu verstehen, dass er einige seiner Entscheidungen bereut. Vor allem aber wohl Christopher Nolans Angebot ausgeschlagen zu haben, Batman zu spielen.

Stars & Sternchen - Josh Hartnett bereut es, Christopher Nolans Batman-Angebot ausgeschlagen zu haben

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Josh Hartnett ist derzeit als Scharfschütze und Werwolf Ethan Chandler in Penny Dreadful zu sehen
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Ende der 90er und Anfang 2000 galt Schauspieler Josh Hartnett als einer der hoffnungsvollen Jungstars in Hollywood. Er war drauf und dran, einer der ganz Großen zu werden. Die Frauen standen auf sein Aussehen, Die Männer mochten seine Coolness und die Türen standen ihm offen. Doch Hartnett wollte nicht zu Hollywoods Elite gehören. Er wollte vor allem nicht auf einen bestimmten Typus festgelegt werden. Und so schlug er viele Angebote aus, darunter auch einige Superheldenrollen. Dass er Spider-Man und Superman ausgeschlagen hat, das dürften ihm viele heute wohl kaum ankreiden. Gerade Bryan Singers Superman war ein absoluter Flop, der Brandon Rouths Karriere im Keim erstickte. Doch es ist vor allem ein Angebot, das Hartnett heute rückblickend besonders bereue, das Angebot von Christopher Nolan, Batman zu spielen.

"Ich habe definitiv nein zu einigen falschen Leuten gesagt", gibt Hartnett offenherzig zu. "Ich sagte nein, weil ich müde war und mehr Zeit mit meinen Freunden und meiner Familie verbringen wollte. Sowas wird in dieser Industrie missbilligt. Die Leute mögen es nicht, ein nein zu hören. Ich mag es nicht. Ich habe meine Lektion gelernt als Christopher Nolan und ich über Batman Begins sprachen. Ich entschied mich dagegen. Dann wollte er mich nicht in The Prestige - Die Meister der Magie besetzen. Sie hatten ihn nicht nur mit ihrem Batman [Christian Bale] besetzt, sondern auch mit meiner damaligen Freundin [Scarlett Johansson]."

Anfang 2000 waren Superheldenfilme aber noch nicht das Nonplusultra, das sie heute dank Marvel Studios darstellen. Und sie wurden von Hollywoodstars noch nicht mit dem Respekt behandelt wie heutzutage, wo es quasi schon zum guten Ton gehört, mindestens in einem Superheldenstreifen mitgespielt zu haben. Stattdessen fürchteten sich Stars vor einer Art Stigmatisierung.

"Ich habe erkannt, dass beim ersten Batman-Film Beziehungen geformt wurden und ich hätte Teil dieser Beziehung zu diesem Nolan werden sollen, den ich damals für cool und äußerst talentiert hielt. Ich war so darauf fokussiert, nicht in eine Schublade gesteckt zu werden und fürchtete mich so sehr davor, als Schauspieler nur noch in einem Bereich gesehen zu werden. Ich hätte mir denken sollen, 'Nun, dann arbeite härter, Mann.' Zu sehen, wie Christian Bale all diese anderen Dinge macht, ist einfach unglaublich. Ich meine, er war in der Lage, das Ganze zu überwinden. Warum konnte ich das damals nicht sehen?"

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Hartnetts Ex Scarlett Johansson als Black Widow
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Heute würde er eine derartige Rolle nicht mehr ablehnen, nur weil es ein Superheldenstreifen sei. Er selbst sei mit Michael Keaton als Batman aufgewachsen und fand seine Darstellung immer inspirierend. Heute ist seine Ex Scarlett Johansson als Black Widow im Marvel Cinematic Universe zu sehen und sein ehemaliger Kollege aus Pearl Harbor Ben Affleck wird demnächst seinen Einstand als Batman in Zack Snyders Batman v Superman: Dawn of Justice geben.

Hartnett selbst hat im boomenden TV-Geschäft Fuß gefasst und ist neben Eva Green und Timothy Dalton Als Ethan Chandler in der erfolgreichen Horrorserie Penny Dreadful zu sehen. Für ihn sei Fernsehen ein komplett neuer Prozess. Vor allem aber ein rasanter. Einen zweistündigen Film in gerade mal fünf Wochen abzudrehen und es nicht einmal als Errungenschaft ansehen, ohne Wrap-Up-Party, das sei ein ganz anderer Vorgang als im Filmgeschäft. Ihn habe es aber auch überrascht, dass Showrunner John Logan den Darstellern die Möglichkeit gebe, die Richtung mitzubestimmen, in die Penny Dreadful gehen soll.

Dass er Batman abgelehnt habe, bereut er heute zwar, aber wer weiß, vielleicht bekommt er noch einmal die Chance, einen Superhelden zu spielen. Das Subgenre wird ja aller Voraussicht nach noch eine Weile aktuell bleiben.

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