Schauspieler Richard Kiel ist im Alter von 74 Jahren verstorben. Bekannt wurde er weltweit als ikonischer 'James Bond'-Bösewicht Beißer.

Als Produzent Albert R. Broccoli seinem Testpublikum James Bond 007 - Der Spion, der mich liebte vorsetzte, war es so begeistert vom Bösewichten Beißer, dass man sich kurzerhand dazu entschied, ihn nicht sterben zu lassen. So wurde Beißer-Darsteller Richard Kiel über Nacht zu einem Star, der als einer der wenigen Bond-Bösewichte sogar in zwei Bond-Streifen auftauchte (James Bond 007 - Moonraker - Streng geheim).

Nun ist Richard Kiel am Mittwoch in Fresno, Kalifornien in einem Krankenhaus verstorben. Drei Tage vor seinem 75. Geburtstag. Kurz zuvor hatte er sich ein Bein gebrochen. Es steht allerdings nicht fest, ob sein Tod mit dem Beinbruch zu tun hatte.

Kiel wurde 1939 in in Detroit, Michigan geboren. Aufgrund der Hormonstörung Akromegalie war er bereits mit 18 Jahren über zwei Meter groß und erreichte schlußendlich die enorme Körpergröße von 2,17m.

Ursprünglich wollte Kiel Anwalt werden, doch durch den frühen Tod seines Vaters war er gezwungen, arbeiten zu gehen, um die Familie mit zu ernähren. Gerade auch, weil er durch seine Größe in Sachen Kleidung und Schuhe nur teure Maßanfertigungen kaufen konnte. Eine Tante riet ihm dann dazu, es mit der Schauspielerei zu versuchen. Der Rest ist Geschichte, und Beißer seine bekannteste Rolle.

Kiel war aber nicht nur Schauspieler, er war auch als Autor tätig und schrieb eine Biographie über Cassius Marcellus Clay, einem weißen US-Politiker, der sich gegen die Sklaverei aussprach.