Hollywoodstar und Comedian Robin Williams ist tot. Laut der örtlichen Polizei wurde er in seinem Haus in Tiburon, Kalifornien tot aufgefunden. Der 63-jährige Williams soll Selbstmord begangen haben.

Oft wurde Hollywoodstar und Comedian Robin Williams Opfer von Fake-Meldungen über seinen angeblichen Tod. Und immer wieder dementierte er diese. Doch nun ist es leider die Wahrheit, die sich über die Netzwerke verbreitet: Robin Williams ist mit 63 Jahren gestorben. Die Polizei fand ihn in seinem Haus in Tiburon, Kalifornien. Als Todesursache wird momentan Selbstmord durch Ersticken angegeben. Das gab das Marin County Sheriff's Department in einer Mitteilung bekannt.

So habe man Williams um ungefähr 12.02 Uhr Ortszeit für tot erklärt. Seine Frau Susan Schneider habe ihn das letzte Mal am 10. August um ungefähr 22 Uhr noch lebend gesehen. Die Todesursache müsse noch genauer untersucht werden, doch man gehe momentan von einem Selbstmord durch Ersticken aus.

Der 1951 als Robin McLaurin Williams geborene Sohn eines Models und eines Ford Motor Company Senior Executives begann seine Karriere in den frühen 70ern als Stand-Up-Comedian, bevor ihn sein Weg über das Fernsehen mit Serien wie Mork vom Ork und Off The Wall ins Kino brachte. Seine erste Hauptrolle war die des Popeye in Popeye - Der Seemann mit dem harten Schlag.

Fortan wechselten sich Rollen in Komödien wie Mrs. Doubtfire und anspruchsvolle Parts in Dramen wie Zeit des Erwachsens ab. Für seine Darstellung des Psychologen Sean Maguire in Gus Van Sants Good Will Hunting gewann Williams 1998 den Oscar als Bester Nebendarsteller.

Bereits in den frühen 70ern kämpfte Williams gegen Drogen- und Alkoholsucht an. Es war der Drogentod seines Freundes und Kollegen John Belushi, der 1982 verstarb, und die Geburt seines ersten Kindes, die Williams wachrüttelten. Doch 2006 begab er sich erneut in Therapie, um eine Alkoholsucht zu bekämpfen. Die Probleme mit dem Alkohol kamen aber wohl bereits 2002 bei den Dreharbeiten zu Insomnia wieder auf.

"Ich war in einer kleinen Stadt, nicht am Rande der Welt, aber man konnte ihn von dort aus sehen, und dann dachte ich mir: Trinken. Ich dachte mir nur, 'Hey, vielleicht wird dir Trinken helfen.' Weil ich mich alleine fühlte und mich so ängstigte. Das war einfach all die Arbeit und dann, verdammt, vielleicht hilft das ja", so Williams in einem Interview mit The Guardian. "Und es war das Schlimmste auf der Welt."

In den letzten Jahren litt er zudem an Depressionen, dies bestätigte sein Pressesprecher in einem Statement. "Robin Williams ist heute morgen verstorben. Er kämpfte in letzter Zeit gegen eine schwere Depression an. Dies ist ein tragischer wie plötzlicher Verlust. Die Familie bittet um die Wahrung ihrer Privatsphäre in dieser schweren Zeit des Trauerns."

Den Tod des beliebten Schauspielers bestätigte auch seine Frau Susan Schneider. "Heute morgen habe ich meinen besten Freund und Ehemann verloren, während die Welt einen ihrer beliebtesten Künstler und einen wunderbaren Menschen verloren hat. [...] Wir hoffen, dass der Fokus nicht auf Robins Tod liegen wird, sondern auf den unzähligen Momenten voller Spaß und Lacher, die er Millionen bescherte."

Den arbeitsamen Williams wird man noch in insgesamt fünf Filmen sehen können, die sich teilweise noch in der Post Production oder kurz vor dem Kino-Release befinden. Darunter auch Nachts im Museum 3: Das geheimnisvolle Grabmal.

'Nachts im Museum 3'-Publisher 20th Century Fox hat ebenfalls ein Statement veröffentlicht: "Man kann den Verlust von Robin Williams nicht in Worte fassen. Er war ungemein talentiert, ein gefeiertes Mitglied unserer Gemeinschaft, und ein Teil der FOX-Familie. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und bei seinen Fans. Wir werden ihn sehr vermissen."

Einen Film wird es nun wohl nicht mehr geben: Mrs. Doubtfire 2. Noch im April ließ Fox 2000 verlauten, dass man ein Sequel zum 93er Hit Mrs Doubtfire produzieren wolle. Auch Williams und Regisseur Chris Columbus sollten demnach an Bord sein.

Robin Williams war auch ein begeisterter Spieler, der seine Tochter Zelda nach der Prinzessin aus Nintendos 'The Legend of Zelda'-Spielen benannte. Selbst seinen Sohn benannte er nach einem Videospiele-Charakter: Cody aus Final Fight. Er stand sogar mit seiner Tochter Zelda gemeinsam für Nintendo vor der Kamera, um Werbevideos zu drehen.

Mit seiner Ex-Frau Marsha gründete er zudem die Windfall Stiftung, und sammelte Geld für Hilfsbedürftige.

Ruhe in Frieden, Robin.

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