In einem Interview äußerte sich Ghostbusters-Regisseur Paul Feig zu Anfeindungen über soziale Netzwerke und die Gagenungleichheit zwischen Schauspielern und Schauspielerinnen.

Regisseur Paul Feig ist bekannt für Filme, in denen Frauen das Sagen und die Hauptrollen haben. Der erklärte "zufällige Feminist" hat mit Brautalarm, Taffe Mädels und Spy: Susan Cooper Undercover gleich drei große Hits mit Frauen-Power an den Kinokassen gelandet. Dass man dabei aber auch schnell zum Ziel für Anfeindungen werden kann, das hat er bei seiner Arbeit an Ghostbusters 3 hautnah zu spüren bekommen. Es ging so weit, dass er in einem unbedachten Moment auf Twitter in nicht gerade höflicher Manier zurückschlug.

Twitter ist Fluch und Segen zugleich

Dennoch seien soziale Netzwerke und der direkte Kontakt zu den Fans [und auch zu den Kritikern] sehr wichtig für Feig.

"Es ist ein lustiger Club für mich", so Feig, "aber es gab eine Zeit, da fürchtete ich soziale Netzwerke, nachdem Ghostbusters angekündigt wurde, die Gegenreaktion machte es zu einem Horrortrip. [...] Ich habe früher noch nie jemanden geblockt, aber im letzten Monat gab es vier oder fünf Leute, die ich geblockt habe, weil sie mein Leben negativ beeinträchtigt haben. Ich wurde letzten Monat zu etwas verleitet [die Twitter-Tirade] und es fühlte sich in dem Moment gut an, aber ich bin nicht stolz darauf."

Dennoch seien soziale Netzwerke ein sehr wichtiges Werkzeug, man dürfe sich nur nicht vollkommen davon vereinnehmen lassen. In der Tat sei die Interaktion mit seinen Fans überwiegend positiv. So habe er an einem Abend mal sein Abendessen getwittert und Witze gerissen. Seine Follower spielten mit und so fühlte es sich an, als habe er Gesellschaft bei Tisch.

Faire Gagen für alle ja, aber dazu brauche man die Weichen gestellt

Jennifer Lawrence hatte erst vor kurzem eine neue Debatte um die Gagenungleichheit losgetreten. Sie sei es leid, dass man als Frau in Hollywood immer nach deren Regeln spielen müsse, dass man bloß nicht anecken solle, um nicht als Zicke abgestempelt zu werden. Sie werde in Zukunft für ihre Rechte und vor allem für die ihr zustehenden Gagen eintreten. Geklappt hat es auf jeden Fall, Lawrence ist die bestverdienende Schauspielerin Hollywoods und verweist selbst den Zweitplatzierten unter den Männern, Jackie Chan, des Platzes.

Für Feig sei es aber nicht damit getan, nur auf die Gagenungleichheit hinzuweisen. "Es ist auch ein Henne-Ei-Problem. Es sind nicht genug qualitative Rollen für Frauen da, um Schauspielerinnen zu Publikumsmagneten zu machen. Ihr gebt den Frauen nicht die Rollen, um große Stars zu werden, die auch hohe Gagen verdienen. Es ist ein größeres Problem als die Gläserne Decke - wir müssen bei den Drehbüchern ansetzen."

Lawrence verdiene seiner Meinung nach jeden Cent genauso wie ihre männlichen Kollegen. Doch Hollywood werde das Problem erst dann angehen, wenn es sich für die Studios auszahlt.

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