Jetzt ist es raus. In einem Auftritt vor wenigen Stunden hat US-Schauspieler und Lebemann Charlie Sheen seine Aids-Erkrankung öffentlicht gemacht. Zu diesem Schritt habe er sich entschieden, um weiteren Erpressungen vorzubeugen.

Schon seit Tagen wurde nach einem Bericht der Seite Radar Online darüber spekuliert, wer denn dieser A-Promi aus Hollywood sein soll, der angeblich an Aids erkrankt sei. Die Seite beschrieb ihn als Mann mittleren Alters, der den Drogen nicht abgeneigt sei und sich mit Prostutierten und Pornostars umgebe. Schwer fiel es nicht, auf den richtigen Namen zu kommen. Spätestens nachdem Bad Boy Charlie Sheen einen Auftritt in der Today-Show mit persönlichen Details ankündigte.

Und tatsächlich, vor wenigen Stunden teilte Sheen in der Sendung mit, dass er HIV-positiv sei. Und zwar schon seit einigen Jahren. Doch wieso macht er seine Erkrankung jetzt öffentlich, nachdem er sie über Jahre verheimlicht hatte? Es sei ein notwendiger Schritt gewesen, um weitere Erpressungen zu unterbinden, so der 50-Jährige mit bürgerlichem Namen Carlos Irwin Estévez.

So habe eine Prostituierte Fotos von seinen Aids-Medikamenten im Bad gemacht, um ihn zu erpressen. Er habe insgesamt sicherlich mehrere Millionen an Erpressungsgeldern zahlen müssen. Und die Leute würden dabei vergessen, dass es das Geld sei, das sie seinen Kindern stehlen. Dieser Schritt an die Öffentlichkeit diene also auch dazu, sich aus diesem "Gefängnis" zu befreien. Von heute an wolle er sich nicht mehr erpressen lassen.

Die Diagnose selbst erhielt er vor vier Jahren. Angefangen habe es mit Kopfschmerzen und wahnsinniger Migräne. "Ich wachte komplett schweißgebadet auf. [...] Ich dachte damals, es sei ein Gehirntumor. Ich dachte, das war's nun. Nach den ganzen Tests und all dem Mist kamen sie [die Ärzte] in den Raum und sagten, 'Boom, das es ist.' Das sind drei schwere Buchstaben zum Verdauen."

Das sei ein Wendepunkt in seinem Leben gewesen. Aber wohl nicht genug, um seinen Lebensstil zu ändern. Sheen nahm weiterhin Drogen und hatte auch weiterhin ungeschützten Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnerinnen. "Aber es ist unmöglich, dass ich es weitergegeben habe." Es sei geradezu unmöglich. Zudem habe er seine Partnerinnen auch ohne Ausnahmen immer eingeweiht, bevor er mit ihnen Geschlechtsverkehr hatte. Insgesamt sei es auch seiner Depression aufgrund seines Zustands geschuldet gewesen, dass er so viele schlechte Entscheidungen getroffen habe, die ihm nur noch mehr zusetzten.

Doch sein Bad Boy-Verhalten, seine durchgeknallte Art und seine teils aggressive Haltung gegenüber alten Kollegen und Arbeitgebern sei kein Ergebnis seiner Aids-Erkrankung - das sei zu 100 Prozent er selbst - der Tiger.

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