Hollywood-Star Burt Reynolds ist tot. Er starb laut seines Managers an einem Herzinfarkt.

Burt Reynolds und sein Co-Star Sally Field waren auch privat liiert

Er war das Sexsymbol für die Frauenwelt - unvergessen sein Nacktbild von 1972 in der Cosmopolitan, in dem vor Brusthaar strotzend mit seinem typischen Schlitzohr-Grinsen auf einem Bährenfell lag - und der Actionheld vieler Männer dank veritabler Macho-Streifen wie Beim Sterben ist jeder der Erste, Die Kampfmaschine und Malone: Burt Reynolds war der geborene Hollywood-Star, der die Massen in die Kinos zog. Nun ist der Schauspieler im Alter von 82 Jahren gestorben. Er sei am Donnerstag infolge eines Herzinfarktes erst ins Krankenhaus eingeliefert worden, wo er dann verstarb, wie sein Manager Erik Kritzer mitteilte. Erst 2010 hatte sich Reynolds einer Herz-Operation unterzogen.

Burt Reynolds wurde am 11. Februar 1936 als Sohn irisch-schottischstämmiger Amerikaner geboren. Es heißt, habe auch indianische Wurzeln gehabt. In seiner Schulzeit spielte Reynolds Football und erhielt für seine guten Leistungen ein Footballstipendium an der Florida State University. Seine Profi-Aspiration nahm jedoch ein jähes Ende nach einem Auto- und einem Sportunfall. Dafür begann dann seine Schauspielkarriere. Und wie! Nach ersten TV-Rollen etwa in Rauchende Colts. Im Kino kam der Erfolg aber erst 1972 mit Beim Sterben ist jeder der Erste. Darin verkörperte Reynolds Lewis Medlock, den Macho unter den Großstadtfreunden. Und fortan sollte Reynolds immer als Paradebeispiel für den harten Mann dienen, egal ob in Der Tiger hetzt die Meute oder Sie nannten ihn Stick. Sein Markenzeichen wurde aber das des verschmitzten Gauners mit Bleifuß dank des Erfolgs von Ein ausgekochtes Schlitzohr von 1977. Der Film zog nicht nur zwei Sequels nach sich, Reynolds spielte auch in einer Reihe ähnlicher Filme wie Auf dem Highway ist die Hölle los mit. Auf der Höhe seines Erfolges sollte er einmal James Bond verkörpern, lehnte das Angebot aber ab, da Bond seiner Meinung nach nur von einem Briten gespielt werden sollte.

Zwei Mal gewann der Schauspieler einen Golden Globe, einmal war er für den Oscar nominiert (Boogie Nights). In den letzten Jahren ist es ruhig um ihn geworden, Reynolds spielte zumeist Rollen in TV-Serien und eher unbekannten Filmen oder lieh Figuren in Videospielen wie Saints Row: The Third seine Stimme. In Quentin Tarantinos Once Upon a Time in Hollywood hätte er mitspielen sollen. Daraus wird nun nichts. "Mein Onkel freute sich darauf, mit Quentin Tarantino zusammenzuarbeiten", so seine Nichte Nancy Lee Hess in einem Statement.