Andrew Garfield befindet sich offenbar entweder in einer Sinnkrise oder in einer depressiven Phase aufgrund des Wegfalls seiner Spider-Man-Rolle. Jedenfalls kritisierte er just das Hollywood-System und seinen arroganten und weltfremden Beruf als Schauspieler.

Stars & Sternchen - Andrew Garfield in Sinnkrise: Was zum Teufel mache ich in Hollywood?

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Andrew Garfield mit Freundin Emma Stone und Co-Star Jamie Foxx auf der Premiere zu The Amazing Spider-Man 2
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Regisseur Ramin Bahranis 99 Homes handelt von skrupellosen Machenschaften auf dem Immobilien-Markt und zeigt das Leid der Familien, die aus ihren Häusern vertrieben werden und die Drahtzieher dahinter, die sogar über Leichen gehen.

Und dieser Film soll Andrew Garfield, der gerade erst seine bekannteste Rolle als Spider-Man verloren hat, die Augen geöffnet haben. "Warum zum Teufel mache ich das?", so Garfield in einem Interview. "Hierher zu kommen und Interviews zu geben, warum? Ich weiß, dass ich ein Schauspieler bin und es Teil meines Jobs darstellt und ich bin froh, dass ich sowas machen darf, aber diese Interviews. Es ist so eine verdrehte Sache. Was habe ich schon zu sagen? Es fällt mir so schwer, allein darüber zu sprechen. Wie können wir morgens aufwachen, wie kann ich morgens aufwachen? Was mache ich schon? Damit ich hier stehen kann und sage, 'Wir müssen verdammt noch mal was tun!' Aber wenn ich nichts tue, was zum Teufel tue ich dann überhaupt?"

Garfield stellt nicht nur den Beruf der Schauspielerei infrage, er kritisiert in einem Wisch gleich noch das gesamte Hollywood-System.

"Wir werden nur akzeptiert, wenn wir... nun, lasst es uns offen aussprechen, wenn wir weiß sind... gutaussehend, charmant, charismatisch, dünne Augenbrauen haben, um schön zu wirken, aber dick genug, um maskulin zu sein. Uns wird gesagt, dass wir nicht genug sind, dass wir nicht genug haben, uns wird laufend gesagt, dass wir niemals genug sein werden."

Auch seine Rolle als Spider-Man in Marc Webbs The Amazing Spider-Man-Reihe habe nicht gerade dazu beigetragen, selbstbewusster zu werden. Ganz im Gegenteil, der plötzliche Aufstieg zum Star und genauso plötzliche Sturz vom Olymp habe ihn geradezu verunsichert.

"Ich bin unsicher und habe Angst und ich weiß nicht wirklich, wer ich bin. Das promi-Dasein ist die neue Religion, soweit ich das beurteilen kann. Zusammen mit Geld, Macht, Status. Es ist alles dasselbe - die verlockende Macht des Bösen, wirklich."

Spider-Man sei ein Charakter gewesen, den er schon immer spielen wollte, aber die ganze Aufmerksamkeit, die mit dieser Figur hinzukam, die habe ihm nicht gefallen. Das alles habe nichts mit ihm zu tun.

Nun, sobald er sich wieder beruhigt hat, wird er sich sicher wieder in die Arme von Emma Stone begeben und gemütlich einen Cocktail an seinem Pool schlürfen und auf weitere Drehbücher warten.

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