Als wir Han Solo in „Star Wars: Episode IV“ kennen lernten, da war er etwa 35 Jahre alt. Zumindest, wenn man das reale Alter von Harrison Ford zugrundelegt. Wenn man Han Solo Ende des Jahres wiedersieht, dann wird er 73 Jahre sein. Wenn sich die Gerüchte bewahrheiten und Han Solo eine der Hauptfiguren im zweiten Anthology-Film sein wird, dessen Regisseur Josh Trank unlängst der Laufpass gegeben wurde, dann wird man einen neuen Han Solo kennen lernen.

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Oder besser gesagt: einen neuen Darsteller. Die Gerüchteküche will wissen, dass im zweiten Spin-off-Film Han Solo und Boba Fett die Hauptfiguren sein werden. Vermutlich würde man da dann zeigen, wieso es solche Animositäten zwischen den beiden Figuren gibt. Dass die vorhanden sind, wurde in den bisherigen Filmen gerade mal angedeutet, im Expanded Universe hat man sich jedoch häufiger damit befasst.

Star Wars Inside - Han Solo – Schmuggler, Gauner, Jungspund

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Beste Freunde, die sich zerstritten haben? Ewige Rivalen? Man weiß es (noch) nicht.
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Man könnte dies nun also auch filmisch tun, zumal der Disney-Plan ohnehin ist, verschiedene Aspekte des „Star Wars“-Universums zu ergründen. „Rogue One“ soll eine Art Kriegsfilm sein, der Solo-Fett-Spin-off würde sich logischerweise mit der Unterwelt befassen und der dritte Film könnte sich um die Macht und damit um einige bekannte Jedi drehen.

Dass Han Solo im zweiten Film vorkommt ist so überraschend nicht. Es gab sehr schnell Gerede darüber, dass die Figur der Star eines eigenen Films sein könnte.

Aus Sicht von Disney ergibt das auch Sinn. Die altbekannten Recken sind extrem beliebt, sie sind das Kernstück von „Star Wars“. Nur muss das Kunststück gelingen, sie auch neu zu besetzen.

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Wer soll den jungen Han Solo spielen? Viele halten ja Garrett Hedlund für einen heißen Kandidaten...
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Was denken die Puristen?

Das mag ein hässlicher Gedanke für Hardcore-Fans sein, die sich nicht vorstellen können, dass die Film-Ikonen von anderen Schauspielern gespielt werden. Aber die Filmgeschichte ist voll von Beispielen, wo Neubesetzungen funktioniert haben. Das Paradebeispiel ist James Bond, der alle paar Jahre eine Neubesetzung gut übersteht. Jüngst zeigte sich, dass das auch mit Figuren funktioniert, die zuvor mehr als vier Jahrzehnte mit einem Schauspieler verknüpft waren wie bei „Star Trek“.

Es ist also keine Schreckensvision, dass auch Han Solo verjüngt werden kann – und dabei ein ganz neues Gesicht zur Schau trägt. Immerhin geht man ja auch nicht den Spider-Man-Weg, wo die Figur beziehungsweise die Darsteller seit einem Jahrzehnt immer jünger werden. Wenn man einen jungen Han Solo sieht, dann innerhalb einer Periode des „Star Wars“-Universums, in dem das auch passt.

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Das mit dem älter werden hat schon mal geklappt. Jetzt versuchen wir es mal mit Verjüngern.
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Vor Episode IV

Der neue Film müsste mehrere Jahre vor „Episode IV“ spielen. Idealerweise nimmt man wohl zehn Jahre, da das auch Spielraum lässt, um Sequels nachzuschieben und nicht plötzlich einen Mimen zu haben, der dann älter wäre als es Harrison Ford in „Eine neue Hoffnung“ war, obwohl weitere Filme nach wie vor davor spielen müssen.

Man bräuchte also einen Schauspieler, der um die 25 Jahre alt ist. Es ginge auch noch etwas jünger, aber das ist abhängig davon, was für eine Geschichte man erzählen will. Im Expanded Universe hieß es immer, dass Han Solo einst ein imperialer Soldat war und Chewbacca gerettet hat, weswegen dieser auch eine Lebensschuld bei ihm hat. Möglich, dass diese Information noch immer relevant ist. Dann könnte man damit einsteigen. Oder auch etwas später. Auf jeden Fall müsste dann auch Chewbacca dabei sein.

Auf keinen Fall sollte man aber alle bekannten Stationen stur abhaken, etwa Hans Gewinnen des Millennium Falken. Vor allem müssen in diesem Film die Teile seines Lebens beleuchtet werden, die man noch nicht kennt.

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Wie wurde Han Solo die Person, als die wir ihn in Episode IV kennen gelernt haben? Bald werden wir es erfahren.
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Und dafür braucht es den richtigen Mimen. Einen zu finden, der Mitte 20 ist und als junge Version von Harrison Ford durchgeht? Das ist knifflig. Nicht, weil er ihm unbedingt ähnlich sehen müsste, sondern weil er dieselbe Art Charme versprühen müsste. Man kann verstehen, warum Chris Pratt von manchen als neuer Indiana Jones gehandelt wird, für Han Solo wäre er indes schon zu alt (und die Rolle mit seinem Star-Lord wohl auch unvereinbar).

Aber es braucht jemanden, der wie Pratt ist. Ein Normalo, dem man es aber abnimmt, dass er sich immer mitten drin in der Action wiederfindet. Dazu braucht es spitzbübischen Charme, da Han Solo auch ein liebenswerter Ganove ist.

Man kann nun natürlich spekulieren, welche Schauspieler gut für die Rolle wären, vielleicht wäre aber am meisten zu empfehlen, ein junges, unverbrauchtes Talent zu finden, das man sonst noch nicht weiter gesehen hat. Ähnlich eben wie Harrison Ford, der vor Han Solo auch ein Niemand war.