Comic-Fans kennen das schon lange. Das Treffen von Superhelden und Superschurken, die nicht notwendigerweise dasselbe Universum teilen. So gab es zahlreiche Crossover zwischen Marvel und DC, aber auch mit Kleinverlegern, was zu den kuriosesten Abenteuern führen konnte. Zum Beispiel trafen die Recken von „Star Trek“ schon auf die Legion der Superhelden oder die X-Men.

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Was aber, wenn man das weiterdenken würde, wenn man „Star Wars“ als ein Franchise begreift, das ebenfalls mit anderen kombinierbar wäre? Sicher, Lucasfilm wird daran wenig Interesse haben, aber spinnen wir doch einfach mal etwas herum.

Immerhin gehört Lucasfilm zu Disney. Sicher, Darth Vader gegen Mickey Maus möchte niemand sehen, aber Disney besitzt auch Marvel, und damit Marvel Studios. Das wäre doch schon etwas ganz anderes, oder?

Marvel-Superhelden, die auf „Star Wars“-Figuren treffen. Nicht zwangsläufig auf solche, die man kennt wie Han Solo oder Chewbacca, sondern einfach welche, die im „Star Wars“-Universum beheimatet sind. Jedi, Imperiale, Kopfgeldjäger, Rebellen – sie alle und noch mehr könnten sich doch ein Fleckchen Galaxie mit den Marvel-Helden teilen.

Star Wars Inside - Ein "Star Wars"- / "Marvel"-Crossover: der Jedi und die Guardians

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Ähm. Auf dieses Crossover verzichten wir lieber. Aber danke.
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Guardians of the Galaxy

Wer weiß schließlich schon, in welchem Teil des Universums „Guardians of the Galaxy“ spielt? Das könnte ja durchaus „weit, weit entfernt“ sein. Und wenn nicht, warum sollte es dann nicht mal einen Jedi in diesen Teil des Universums verschlagen? Genug Böses, das bekämpft werden will, gibt es hier auch.

Die Space-Helden von Marvel würden mehrheitlich auch ins „Star Wars“-Universum passen. Man würde sie vielleicht für Jedi halten, wenn man ihre Kräfte in Betracht zieht. Andersherum wäre es auf jeden Fall so. Ein Jedi, der auf der Erde ankommen würde, der vielleicht sogar Teil eines Teams wie den Avengers werden könnte, würde doch automatisch als ein Superwesen oder ein Mutant angesehen. Immerhin kann er die Gedanken anderer manipulieren und verfügt über telekinetische Fähigkeiten.

Packshot zu Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der MachtStar Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht

Natürlich wird man weder bei Marvel Studios noch bei Lucasfilm echtes Interesse daran haben, das eigene Franchise zu verwässern. So würde das nämlich aufgenommen. Und der Mutterkonzern Disney hätte wohl auch bedenken. Denn Marvel- und „Star Wars“-Helden in einem Film heißt auch: nur einmal Einnahme. Bei zwei Filmen in den jeweiligen Universen lässt sich einfach mehr Geld scheffeln.

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Sowas in der Art vielleicht? (Bild von Jason Welborn)
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Darum wird ein filmisches Crossover sicherlich immer nur der Traum von Fanboys bleiben. Zumindest solange, wie Marvel und Lucasfilm erfolgreiche Filme abliefern, was – auch wenn man es natürlich nie weiß – im Grunde „für immer“ heißen könnte. Wäre das aber nicht mehr der Fall, würde man durch die Vermengung versuchen, größere Fangruppen anzusprechen. So hat es Universal in den 1940er Jahren mit seinen Monster-Filmen getan, so ist es auch mit Sylvester Stallone und seinen „Expendables“.

Darth Vader vs. Doctor Doom

Eine reine Phantasie müssen Crossover aber wirklich nicht sein. In der Welt des Films schon, aber es gibt ja noch die Comics. Dort hat sich in letzter Zeit einiges getan. Marvel publiziert in Kürze wieder „Star Wars“-Comics. Das heißt, dort besteht dann auch die Möglichkeit, tatsächlich für Mash-ups zu sorgen.

Das sind natürlich Geschichten außerhalb jeglicher Kontinuität, aber warum soll man nicht mal etwas Spaß haben? Wie wäre es, wenn Darth Vader auf Doctor Doom trifft, wenn der Silver Surfer mit Jedi an der Verteidigung einer Welt arbeitet, wenn Thanos Coruscant angreift, wenn das Nova Corps sich mit einem imperialen Sternenzerstörer balgt? Die Möglichkeiten sind schier endlos, der Spaß-Level auch.

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Dieses Crossover gab es tatsächlich schon.
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Klar, ernstnehmen kann man das Ganze dann nicht, das hat auch bei „Star Trek/X-Men“ schon nicht funktioniert und wird es bei „Star Trek/Planet of the Apes“ in Kürze wohl auch nicht tun, aber das muss auch nicht sein. Es sollen einfach nur phantastische, spannende Abenteuer sein, bei denen man sehen kann, wie Figuren unterschiedlicher Universen interagieren.

Und wer weiß, wenn es das wirklich geben sollte, mag ein Denkanstoß für Filme geschaffen werden. Das ist so abwegig nicht. „Aliens vs. Predator“ kam nicht zustande, weil man bei 20th Century Fox so visionär gewesen wäre, sondern weil Dark Horse seit den frühen 1990er Jahren einige Comic-Serien publiziert hat, die die beiden Franchises miteinander vereinten. Das hat Schule gemacht, über Computerspiele bis hin zu zwei Filmen.

Darum: Wer weiß schon, was sich noch ergeben mag. Heute mag es nicht mehr als der feuchte Traum vieler Fans sein, aber irgendwann kämpfen Jedi-Ritter und Avengers vielleicht Seite an Seite!