Kaum zu glauben, doch Darth Vader-Darsteller David Prowse meinte in einem Interview mit dem Equity Magazin, dass Star Wars Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter keinen Gewinn abgeworfen hat. Das will er von Lucasfilm erfahren haben.

Mit George Lucas' Star Wars und Steven Spielbergs Der Weiße Hai wurde das Blockbuster-Kino begründet. Star Wars spielte anno 1977 sensationelle 775 Millionen Dollar ein. Die beiden Sequels Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter konnten diesen Erfolg zwar finanziell nicht toppen, spielten selbst aber immer noch 538 Millionen Dollar und 475 Millionen Dollar ein.

Dank der Neuaufführung der Trilogie im Jahre 1997 kamen weitere Millionen hinzu. Bei Die Rückkehr der Jedi-Ritter waren es knapp 88 Millionen, wodurch sich die Gesamteinnahmen der Kino-Ausstrahlung auf knapp 563 Millionen Dollar beläuft. Bei damaligen Produktionskosten von knapp unter 35 Millionen Dollar ist es kaum zu glauben, dass der Film keinerlei Gewinn abgeworfen haben soll. Aber genau das teilte Lucasfilm wohl Darth Vader-Darsteller David Prowse mit. Der hatte für seine Teilnahme am Film nicht nur eine Gage erhalten, sondern auch eine Beteiligung an den Nettoeinnahmen.

"Ich kriege regelmäßig diese Briefe von Lucasfilm, in denen es heißt, 'wir bedauern Ihnen mitteilen zu müssen, dass Die Rückkehr der Jedi-Ritter nie in die Gewinnzone gekommen ist, wir können Ihnen nichts überweisen'", so Prowse. "Nun, wir sprechen hier über eine der größten Veröffentlichungen aller Zeiten. Ich möchte nicht so klingen, als würde ich mich darüber beschweren, aber andererseits, wenn es irgendwo einen Topf voller Gold gibt, bei dem ich einen Anteil hätte, dann würde ich den gerne sehen."

Auf Anfrage von Times Online verweigerte Lucasfilm eine Stellungnahme zu der Sache. Für Prowse bleibt nichts anderes übrig als andere Schauspieler zu warnen, sich ihre Verträge ganz genau durchzulesen. "Es gibt einen großen Unterschied, ob man einen Anteil an den Bruttoeinnahmen oder einen Anteil an den Nettoeinnahmen hat. Kurz gesagt, es ist ein großer Unterschied. Manchmal erscheint es so, als würde man bei den Nettoeinnahmen bei all den Ausgaben und so weiter auch noch draufzahlen."

Einen Anteil an den Nettoeinnahmen zu erhalten ist an sich schon eine große Sache. Ein wirklich großer Fisch ist man allerdings erst dann, wenn man einen Anteil an den Bruttoeinnahmen erhält, so geschehen bei Robert Downey Jr. für seine Rolle als Iron Man / Tony Stark in Iron Man 3.

Ob sich Lucasfilm einfach nur weigert, seinem Darth Vader-Darsteller die zustehenden Beträge auszuzahlen oder ob Die Rückkehr der Jedi-Ritter tatsächlich wie es das Studio angibt, nicht in die Gewinnzone geschafft hat, das wird man wohl nie erfahren.

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