Bislang war nie wirklich klar, aus welchen Gründen Kathleen Kennedy, Präsidentin von Lucasfilm, Colin Trevorrow als Regisseur von Star Wars: Episode IX gefeuert hat. Nun heißt es aus Insiderkreisen, Trevorrow habe kein gutes Drehbuch abgeliefert.

Colin Trevorrow konzentriert sich nun wohl vorerst auf seine Jurassic-World-Trilogie

Im September vergangenen Jahres ereilte Colin Trevorrow, bis dato gesetzter Regisseur und Drehbuchautor von Star Wars: Episode IX, das gleiche Schicksal wie bereits Josh Trank beim anschließende komplett gecanceltem Boba-Fett-Spin-off sowie Chris Miller und Phil Lord bei Solo: A Star Wars Story: er wurde von Kathleen Kennedy, Präsidentin von Lucasfilm, gefeuert. Außer "kreative Differenzen" gab es keine Erklärung darüber, wo genau die Vorstellungen des Filmemachers und Lucasfilm auseinander gingen. Nun gibt es endlich genaue Details.

Unzufrieden mit Drehbuchentwürfen

ACHTUNG: SPOILERGEFAHR für Star Wars: Episode VIII - Die letzten Jedi!

Obwohl Lucasfilm und Kennedy insbesondere hochzufrieden mit Trevorrows Pitch zu Episode IX waren, gelang es ihm nicht, gemeinsam mit Derek Connolly (Jurassic World) einen zufriedenstellenden Drehbuchentwurf zu verfassen. Auch der zeitweise hinzugezogene Jack Thorne, Autor von Harry Potter und das verwunschene Kind, war nicht in der Lage, ein Drehbuch nach den Vorstellungen von Kennedy zu liefern. Anschließend bot Trevorrow an, einen erneuten Entwurf zu schreiben, aber offenbar hatte die Lucasfilm-Präsidentin kein Vertrauen und wohl auch keine Zeit mehr zu verlieren und entließ ihn. Das angebliche Problem: Trevorrow wollte Luke Skywalker am Leben erhalten, womit er das Ende von Episode VIII entscheidend verändert hätte.

Die Regie bei Star Wars: Episode IX hat indes erneut J.J. Abrams übernommen, nachdem er bereits Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht inszeniert hatte. Ursprünglich hatte Abrams vor, ähnlich wie Star-Wars-Schöpfer George Lucas nur noch als Produzent zu fungieren, "aber als sich die Gelegenheit bot, die Geschichte mit diesen Charakteren zum Ende zu bringen, die wir begonnen hatten, und das letzte Kapitel ihres Abenteuers zu erzählen, sahen wir die Möglichkeit, darüber hinauszugehen und es besser zu machen als noch in Episode VII", erklärte der Filmemacher im Dezember vergangenen Jahres. Doch bevor Abrams wieder an Bord kam, gab es offenbar die Überlegung, die Regie Rian Johnson, Regisseur von Episode VIII, anzuvertrauen. Kennedy muss wohl im ganz besonderen Maße zufrieden mit seiner Arbeit sein, denn wie man weiß, kümmert sich Johnson auch um eine völlig neue Star-Wars-Trilogie, die nicht mehr länger der Skywalker-Saga folgt, um das Star-Wars-Universum endlich vollkommen zu öffnen.