Den meisten dürfte bekannt sein, dass „Star Wars“ einige Veränderungen erfuhr, was die Entwicklung der Geschichte betrifft. Die erste Version des Drehbuchs hat nur noch wenig mit dem gemein, was schließlich im Kino zu sehen war. Namen, Orte, auch Ereignisse waren schon vorhanden, aber vieles wurde noch dramatisch verändert.

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Bislang konnte man dazu nur recht wenig nachlesen, doch beim US-Verlag Dark Horse hat man sich jüngst daran gemacht, George Lucas‘ originales Drehbuch als Comic umzusetzen. „The Star Wars – Die Urfassung“ ist nun auch von Panini in deutscher Sprache erschienen. Der gut 200 Seiten starke Hardcover-Band zeigt ein „Star Wars“, wie man es noch nie gesehen hat.

The Star Wars - Wäre dies verfilmt worden, würde sich heute wohl niemand mehr für Star Wars interessieren…

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"The Star Wars" ist ab dem 15. November erhältlich.
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Das Aquilae-System widersetzt sich dem Imperium, weswegen dieses eine Invasion startet. General Luke Skywalker ist mit der Verteidigung des Systems betraut, aber nachdem der König getötet wird, muss er alles daran setzen, Prinzessin Leia und ihre zwei jüngeren Brüder Biggs und Windy in Sicherheit zu bringen.

Zusammen mit seinem Padawan Annikin Starkiller, dem Weltraumhalunken Han Solo und dem formidablen Kämpfer Whitsun brechen sie auf, um Leia in Sicherheit zu bringen und die Gegenoffensive zu planen, während eine gigantische Kampfstation sich nähert und den Krieg ein für allemal entscheiden will.

Alles anders, aber ähnlich?

So manche Figur kennt man dem Namen nach, mehr aber auch nicht. General Luke Skywalker ist nicht der Luke, den man kennt, er ist im Grunde das, was Obi-Wan Kenobi in „Episode IV“ geworden ist. Sein Lehrling Annikin Starkiller hat da deutlich mehr Ähnlichkeiten mit dem Luke des Films.

The Star Wars - Wäre dies verfilmt worden, würde sich heute wohl niemand mehr für Star Wars interessieren…

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Ein Blick in den Geist von George Lucas.
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Han Solo hat hier noch keinen Kompagnon und ist ein reptilienartiges Wesen. Chewbacca gibt es auch, er taucht aber erst spät in der Handlung auf, als die Wookiees rekrutiert werden, um den Kampf gegen das Imperium aufzunehmen.

Darth Vader, der hier keine Maske trägt, befehligt den Todesstern, ist aber kein Sith. Dafür gibt es mit Valorum einen Ritter der Sith, der völlig willkürliche Entscheidungen trifft und die Seiten nach Lust und Laune wechselt. Eine der vielen Schwächen des Skripts.

Desweiteren gibt es Cedreipeo und seinen kleinen Begleiter, der aber im Gegensatz zum Film selbst sprechen kann.

The Star Wars - Wäre dies verfilmt worden, würde sich heute wohl niemand mehr für Star Wars interessieren…

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Diesen Comic kann man gesehen haben... Muss man aber nicht.
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Ein Wrack

Hätte George Lucas dieses Drehbuch verfilmt, wäre das Schicksal von „Star Wars“ vielleicht ein völlig anderes gewesen. Denn es ist wirklich richtig, richtig schlecht. Die Handlung macht nicht nachvollziehbare Sprünge, ein paar Ideen sind an Absurdität nicht zu überbieten (Skywalker bildet die Waldschrat-Wookiees in gefühlten zehn Sekunden zu Kampfpiloten aus), anderes ist frei von jedweder dramatischen Komponente.

Gut ist die Geschichte nicht, aber welcher Star-Wars-Fan will nicht wissen, wie George Lucas‘ erste Drehbuchversion ausgesehen hat?Fazit lesen

Die Liebesgeschichte zwischen Leia und Annikin verbucht man am besten unter dem Punkt „Fremdschämen“. Die Dialoge sind immens peinlich, die charakterliche Entwicklung dieser Figuren auch.

Die Macht der anderen

Die Geschichte mäandert. Sie hat zwar einen roten Faden, aber sie kommt nie auf den Punkt. Alles wirkt ausgesprochen schwammig. Sie wirkt auch nicht groß. Das Ende kommt abrupt, die Nachklappe ist geradezu hanebüchen und der Titel, den das Sequel haben sollte, kann auch nur wenig Begeisterung hervorrufen. Aber nochmal: Wäre dies der Film gewesen, es wäre mehr als zweifelhaft, dass es überhaupt ein Sequel gegeben hätte. Oder dass heute noch jemand über „The Star Wars“ reden würde.