Boba Fett ist tot, es lebe der Mandalorian. Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy hat wohl offenbart, dass das Spin-off zum Kopfgeldjäger zugunsten einer TV-Serie zu Grabe getragen wurde.

Boba Fett wird keinen Solo-Streifen erhalten

Ursprünglich war das Spin-off zu Boba Bett eines der frühen Projekte bei Disney und Lucasfilm. Josh Trank sollte dafür verantwortlich zeichnen als Regisseur. Aber nach dem Flop von Fantastic Four und den damit verbundenen Informationen in Bezug auf Tranks Verhalten am Set ruderte Disney zurück und feuerte Trank. Ohne Regisseur an der Spitze tauchte das Projekt unter. Es blieb eine ganze Zeit unklar, wie und ob Boba Fett doch noch seinen eigenen Auftritt kriegen sollte. Zuletzt hieß es, dass Logan_Regisseur James Mangold das Ruder übernehmen soll. Nun aber ist wohl klar, dass es nicht mehr dazu kommen wird, wie Reporter Erick Weber verkündet:

"Kathleen Kennedy hat mir gerade bestätigt, dass der Boba-Fett-Film zu 100 Prozent tot ist, The Mandalorian geht zu 100 Prozent vor."

Damit will sich Disney neben den Episoden-Filmen auf die TV-Serie The Mandalorian konzentrieren. In der von Iron-Man-Regisseur Jon Favreau für Disneys Streamingdienst produzierten Serie geht es um einen einsamen intergalaktischen Kopfgeldjäger in den Wirren um den Fall des Imperiums, der dieselbe Rüstung trägt wie Jango und Boba Fett. Gut möglich also, dass hier Elemente aus dem -Spin-off mit verarbeitet werden. Für Disney ist das ein guter Zug, braucht der Konzern doch exklusives Binge-Material, um potenzielle Abonnenten an Land zu ziehen. Mit diesem Konzept hat sich auch der Platzhirsch Netflix etabliert.

Mit ein Grund für das endgültige Aus für das Boba-Fett-Spin-off dürfte sicherlich der Flop des letzten Spin-offs Solo: A Star Wars Story sein, der weltweit gerade mal 392 Millionen Euro einspielen konnte. Weit entfernt von jedem bisherigen Ergebnis der neuen Filme unter Disney-Banner. Sogar Rogue One - A Star Wars Story brachte es noch auf über 1,05 Milliarden Dollar. Vielleicht hatte hier der kurze Zeitpunkt zwischen der Veröffentlichung von Star Wars: Episode VIII - Die letzten Jedi und Solo: A Star Wars Story zu tun, der gerade mal ein knappes halbes Jahr betrug. Aber vielleicht war das Interesse an Rogue One einfach auch aufgrund der Handlung interessanter, da sie direkt in Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung übergeht, während man bei Solo nie so wirklich wusste, was einen da erwartet, und diese, wenn man so will, im Grunde nichts anderes als eine Filler-Episode ähnlich bei Animes darstellte. Zumindest ist dies der bisher einzige Star-Wars-bezogene Film (neben den unsäglichen Ewoks-Streifen), den man ohne Weiteres weglassen kann.