Im Mai erscheint bei Cross Cult der Comic-Band „Star Trek: Khan“. Er enthält die fünf Hefte der unlängst in den USA publizierten Miniserie, die sich ganz und gar mit dem charismatischen Bösewicht aus „Star Trek Into Darkness“ befasst.

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Rein formal ist dieser Comic natürlich kein offizieller Bestandteil des Kanons, als Berater stand jedoch (wie auch bei der Hauptserie, die neue Abenteuer mit Kirk und Co. bietet) Drehbuchautor Roberto Orci zur Verfügung, so dass man die unter seiner Aufsicht entwickelten Geschichten durchaus als wichtigen Teil der neuen „StarTrek“-Chronologie sehen darf.

Star Trek: Khan - Wie aus Ricardo Montalban Benedict Cumberbatch wird – Khan erzählt seine Geschichte!

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So sah Khan früher aus ...
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Die Geschichte beginnt kurz vor dem Ende von „Star Trek Into Darkness“, noch bevor Khan wieder in Tiefschlaf versetzt wird. Er muss sich vor Gericht verantworten, während Ankläger Samuel T. Cogley (bekannt aus der klassischen Episode „Kirk unter Anklage“) zusammen mit Kirk und Spock die Befragung durchführt.

Es geht auch um die Frage, ob der Mann, der hier vor Gericht steht, überhaupt Khan Noonien Singh ist, denn den spärlichen Aufzeichnungen, die aus den Zeiten der Eugenischen Kriege noch existieren, sah er gänzlich anders aus. Das ist ein wichtiger Punkt, denn der Film selbst hat sich die Erklärung dieser Frage aufgespart, aber natürlich müsste Khan aussehen, wie es Ricardo Montalban in der klassischen „Star Trek“-Episode „Der schlafende Tiger“ getan hat.

Denn die Veränderung der Zeitlinie fand in J.J. Abrams‘ ersten Film erst mit dem Zeitpunkt von Kirks Geburt statt. Die Eugenischen Kriege tobten Jahrhunderte früher, Khan ist also auch ein Überbleibsel der alten Kontinuität. Und doch sieht er nun aus wie Benedict Cumberbatch.

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... Und so heute.
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Ein neues Gesicht

Im Verlauf der Geschichte gibt es die Erklärung für Khans neues Aussehen, die auch dazu beiträgt, ihn sympathischer erscheinen zu lassen, als er ist, da es Admiral Marcus ist, der seine sinisteren Seiten noch stärker herausstellt.

Khans Geschichte beginnt im Neu-Delhi des Jahres 1971. Er wird Teil eines Experiments, an dem ein multinationales Unternehmen arbeitet, das mit Hilfe von genetischer Manipulation perfekte Soldaten erschaffen will. Menschen, die stärker, schneller, klüger als alle anderen sind. Aber nicht nur das: diese verbesserten Menschen sind auch ambitionierter.

Damit hat niemand gerechnet. Überall auf der Welt werden diese genetisch verbesserten, jungen Leute trainiert, aber ohne dass es jemand merkt, übernehmen sie an ihren Schulen die Kontrolle, infiltrieren Politik, Gesellschaft und Militär und bereiten alles für ihre Machtübernahme vor.

Ein cleverer Comic, der als Brücke zwischen alter und neuer Kontinuität dient und zugleich die Figur Khan durchleuchtet.Fazit lesen

Der Prozess ist schleichend, bis er mit der Zerstörung der alten und der Geburt einer neuen Welt für alle sichtbar wird.

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Der Comic versteht es, eine interessante Geschichte zu erzählen.
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In den ersten drei Kapiteln von „Khan“ wird sein Aufstieg und Fall zum Herrscher einer ganzen Nation gezeigt. Es wird von den Eugenischen Kriegen berichtet, die ausbrachen, als die neuen Herrscher dieser Welt ihren Einflussbereich vergrößern und gegeneinander gekämpft haben. Und es wird gezeigt, wie der Mensch, dieses unterlegene Wesen, die Hybris seiner Herren zu nutzen weiß, um das Joch der Tyrannei abzustreifen.

Dieser Comic erzählt, wie Khan wurde, wer er ist. Es gelingt ihm dabei das Kunststück, die Figur vielleicht nicht sympathisch, aber zumindest rechtschaffen erscheinen zu lassen. Aber dabei darf man nie vergessen: die Geschichte wird aus Khans Perspektive erzählt. Niemand ist in seiner eigenen Geschichte der Schurke!

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Die Geschichte von Khan wird endlich erzählt.
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Wiedererwachen im 23. Jahrhundert

Das vierte und fünfte Kapitel befassen sich dann mit Khans Erwachen im 23. Jahrhundert. Dies ist die direkte Vorgeschichte, die auch „Star Trek Into Darkness“ bereichert, da nicht nur Marcus‘ Kriegstreiberei in den Mittelpunkt gerückt, sondern auch gezeigt wird, wie der an Amnesie leidende Khan manipuliert wird, dann aber langsam die Oberhand gewinnt.

Der Comic ist das fehlende Puzzleteil, das die Geschichte des Films nicht nur ausschmückt. Man kann den Film sicherlich auch ohne die Kenntnis von „Star Trek: Khan“ genießen, aber es ist umso reizvoller, Cumberbatch als Khan zu sehen, wenn man seine in diesem Comic präsentierte Geschichte vor Augen hat.