Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2259. Dies sind die neuen Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das dank Kultregisseur J.J. Abrams mit seiner 400 Mann starken Besatzung und neuesten CGI-Effekten in 3D unterwegs ist, um fremde Galaxien zu erforschen, neuen Feinden zu begegnen und eine Ladung Special-Effects abzufeuern. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, fliegt die Enterprise nun ihrer dunkelsten Stunde entgegen…

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Ja, das Warten hat ein Ende. Nach vier langen Jahren, die sich J. J. Abrams Zeit ließ, kommt nun endlich der zweite Teil seiner „Star Trek“-Neuauflage in die Kinos. Und dabei hat sich der gute Abrams nicht lumpen lassen: Ein spektakuläres CGI-Feuerwerk jagt das nächste, überholt werden sie nur von bombastischen Actionsequenzen, wilden Verfolgungsjagden durchs All und den grandiosen Schauspielern.

Ein Erzfeind ist geboren

Doch bevor ich mich in all dem Lob verliere, erst einmal alles auf Anfang: Die Crew der U.S.S. Enterprise befindet sich auf einer Mission auf einem geheimnisvollen roten Planeten. Während Captain Kirk (Chris Pine) vor einer Horde wildgewordener Aliens davonrennt, denen er eine wertvolle Gebetsrolle gestohlen hat, steckt Spock (Zachary Quinto) mitten in einem Vulkan, um dessen Ausbruch zu verhindern und das Volk vor dem sicheren Untergang zu bewahren.

Da die riskante Mission beinahe schiefgelaufen wäre und Captain Kirk dadurch seine Crew in Lebensgefahr brachte, wird er prompt vom Dienst suspendiert und darf wieder die Schulbank drücken. Doch bevor es dazu kommt, erschüttert ein vernichtender Terroranschlag in London den blauen Planeten. Das Schockierende: die Sternenflotte scheint von innen angegriffen zu werden – mit höchst prekären Konsequenzen für die gesamte Welt.

Der Mann, der hinter all dem Chaos steckt, ist schnell enttarnt: Der abtrünnige Topagent John Harrison (Benedict Cumberbatch), eine Ein-Mann-Vernichtungsarmee, die weder irdische noch kosmische Grenzen kennt, begibt sich auf einen Rachefeldzug.

Star Trek Into Darkness - Mit Warpgeschwindigkeit in die dritte Dimension

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Willkommen an Bord: Neuzugang auf der Enterprise Dr. Carol Marcus (Alice Eve).
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Doch leider befindet sich Harrison nicht in greifbarer Nähe, sondern auf einem Planeten der Klingonen. Um ihn zu fassen, muss die Crew der Enterprise also in feindliche Gefilde eindringen. Und dabei wird die Hilfe jedes Crewmitglieds benötigt.

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Nur gemeinsam seid ihr stark

Darunter Lieutenant Uhura (wieder sehr sexy: Zoe Saldana), die als Kommunikationsoffizier zwischen den Klingonen und der Crew vermitteln muss – und nebenbei damit beschäftigt ist, auch in ihrer Liaison mit Spock zu vermitteln.

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Doch nicht nur Zoe Saldana kennt man aus dem ersten Film, sondern die gesamte Crew wurde vom Vorgängerteil übernommen: Karl Urban als Dr. Leonard „Pille“ McCoy, Simon Pegg (grandios!) als Chefingenieur Montgomery „Scotty“ Scott, John Cho als Steuermann Hikaru Sulu, Anton Yelchin als Pavel Chekov und Bruce Greenwood als Admiral Christopher Pike. Neu dabei sind, neben Benedict Cumberbatch, die schöne Carol Marcus als neues Besatzungsmitglied Carol Marcus und Peter Weller als Admiral Marcus.

Star Trek Into Darkness - Mit Warpgeschwindigkeit in die dritte Dimension

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Rätselraten: Welchen Bösewicht spielt "Sherlock Holmes" Benedict Cumberbatch?
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Bei dieser Vielzahl an Figuren ist natürlich klar, dass nicht jede von ihnen gleich viel Leinwandpräsenz erhält. Der Film bemüht sich aber, jeder Person eine wichtige Rolle in der Geschichte zuzuschreiben, sodass mal Scotty, mal Uhura eine Situation herumreißt. Schade ist allerdings, dass vor allem das neue Besatzungsmitglied Carol Marcus so kurz kommt. Das verstärkt den Eindruck, dass sie nur dazu da ist, die Frauenquote zu steigern und mehr Sexappeal in die Crew zu bringen.

Oh, schon wieder eine Wendung!

Aber auch Alice Eve darf die Mannschaft natürlich einmal aus einer brenzligen Situation retten – und davon gibt es in „Star Trek – Into Darkness“ eine ganze Reihe. Eine Actionsequenz jagt die nächste, eine Wendung wird durch eine noch spektakulärere und unerwartete Wendung übertrumpft. Und so reiht sich Wendung an Wendung an Wendung an… – ach herrje, wo kommen nur all diese Wendungen her?

Hier haben die Drehbuchautoren Roberto Orci und Alex Kurtzman sichtlich Gas gegeben, um möglichst viele spannende Einfälle aus dem Ärmel zu schütteln, weswegen der Film damit schon überhäuft scheint.

All das passiert so schnell, das man manchmal schon meint, nicht mehr mitzukommen. Doch J.J. Abrams kratzt noch gerade so an der Grenze zur absoluten Verwirrung und schafft es, alles zu bündeln, jeden Handlungsstrang und jede noch so rasante Wendung zu vollenden – und trotzdem noch Platz für schöne Momente der einzelnen Figuren zu lassen, die über sich hinauswachsen, sich entwickeln und deren gemeinsames Abenteuer die einzelnen Freundschaften noch enger zusammenschweißt.

Bis an die Grenzen der dritten Dimension

Sehr gut gefallen hat mir vor allem Simon Pegg als Scotty, der wieder sehr amüsante Szenen zu verzeichnen hat – und dessen Spielweise auch einfach urkomisch ist: seine Körpersprache ist unglaublich clownesk und sein Akzent trifft im englischen Original voll ins Schwarze, was seiner Figur den letzten Schliff verleiht.

Star Trek Into Darkness - Mit Warpgeschwindigkeit in die dritte Dimension

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Star Trek im neuen Gewand: Action, Action und nochmal Action.
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Natürlich wird auch wieder die Freundschaft zwischen Kirk und Spock thematisiert, doch wirkt es nun oberflächlicher, fast schon reingezwungen, als müsse man diesen Aspekt auch noch abarbeiten.

Diesmal empfiehlt es sich sogar, den Film unbedingt in 3D zu gucken, denn vor allem die 3D-Effekte hat „Star Trek – Into Darkness“ unfassbar gut hinbekommen. Ein Pressevertreter vor mir, der sichtlich ein großer Star-Trek-Fan ist, saß urplötzlich mit weit geöffnetem Mund vor der riesigen Leinwand, blickte aufgeregt von links nach rechts und streckte seicht die Hand aus, während sich seine Augen vergrößerten, die aufgeregt der ersten Großeinstellung der U.S.S. Enterprise folgten.

3D wird hier wirklich bis zur Gänze ausgereizt, von ins Publikum fliegenden Pfeilen, zu grandiosen Tiefeneffekten und realistisch wirkenden Katastrophen, die in den Saal hineinzureichen scheinen. Endlich mal ein Film, bei dem sich der 3D-Zuschlag wieder lohnt!