In einem Interview sprach Simon Pegg über das seiner Meinung nach schlechte Marketing, das wohl mit Schuld daran trägt, dass Star Trek Beyond unter Wert lief und äußerte sich zudem zum kommenden Star Trek von Quentin Tarantino.

Sofia Boutella und Simon Pegg in Star Trek Beyond

Star Trek Beyond überraschte so manchen Alt-Fan der Star-Trek-Saga. Denn seien wir ehrlich, die Trailer suggerierten einen plumpen Sci-Fi-Actionstreifen im Stile eines Michael Bay ohne jegliche Star-Trek-typische Essenz. Zudem mit Justin Lin der Mann am Regiehebel saß, der vor allem durch die Fast-&-Furious-Filme von sich reden machte. Viele erwarteten somit einen Film, der sogar schlechter als Star Trek Into Darkness sein würde. Am Ende waren nicht wenige angenehm überrascht - aber offenbar zu wenige insgesamt gesehen, denn Star Trek Beyond spielte weltweit nur 343 Millionen Dollar ein und damit nochmal weniger als Star Trek Into Darkness. Eine finanzielle Enttäuschung für Paramount Pictures. Und das ausgerechnet zum 50-jährigen Bestehen des Franchises.

Aber laut Simon Pegg hat sich das Studio den Quasi-Flop selbst zuzuschreiben: "Um ehrlich zu sein, glaube ich, dass der Film einfach nur schlecht beworben wurde", so der britische Darsteller und Filmemacher. "Wenn man sich einen Film wie Suicide Squad ansieht, über den wurde so lange geredet, bevor er herauskam, und die Leute wussten Bescheid über den Streifen. Bei Star Trek Beyond haben sie das Marketing viel zu spät begonnen. Der Film lief trotzdem recht gut, aber es war enttäuschend im Vergleich zu Star Trek Into Darkness."

Spoiler im Trailer

Viel schlimmer finde er allerdings, dass Paramount Pictures bereits im allerersten Trailer die Überraschung preisgab. "Ich war richtig wütend deswegen, weil der Trailer Sabotage von den Beastie Boys nutzte, das unser Überraschungsmoment am Ende des Filmes darstellte. Es sollte lustig sein und eine Art Twist, eine große Überraschung - und sie haben es gleich mit dem allerersten Trailer verraten. Das hat mich ziemlich genervt. Sie stellten den Film außerdem als hirnlosen Actionstreifen dar. Und sie hatten Furcht davor, das 50-jährige Bestehen auch nur zu erwähnen. Sie wussten einfach nicht, was sie daraus machen sollten, was eine Schande ist. Aber dennoch bin ich wirklich, wirklich stolz auf den Film."

Tarantinos Streifen

Wie man bereits weiß, arbeitet Quentin Tarantino aktuell am Drehbuch zu einem Star-Trek-Film, wobei nicht mehr ganz sicher ist, ob der Film überhaupt mit einem R-Rating inszeniert werden soll. Vielleicht hat Produzent J.J. Abrams dem Enfant terrible ja einreden können, dass Star Trek nicht unbedingt Blut und Schimpfwörter braucht. Tarantino als Fan der Serie weiß ohnehin, worauf es bei Star Trek wirklich ankommt. "Vielleicht braucht es ja jemanden wie ihn, um die Reihe neu zu starten", mutmaßt Pegg. "Es ist eine interessante Idee, auch wenn ich nicht weiß, ob alle einander die Köpfe mit Phasern wegblasen und Klingonen als Motherfucker bezeichnen müssen. Aber wer weiß, das könnte lustig werden."