Berichten zufolge sind Chris Pine, Darsteller von Captain James T. Kirk, sowie Chris Hemsworth, Darsteller von George Kirk, aus den Vertragsverhandlungen für den vierten Star-Trek-Film ausgestiegen.

Wird Chris Pine im vierten Teil nicht mehr dabei sein?

Es wäre ein Supergau sondergleichen für Paramount Pictures und Fans: Laut Berichten sollen sowohl Chris Pine als auch Chris Hemsworth aus den Gesprächen für den vierten Teil der Kelvin-Reihe bei Star Trek ausgestiegen sein. Grund hierfür ist offenbar wie immer der schnöde Mammon. Kein gutes Beispiel für die als Nächstes geplanten Verhandlungen mit den übrigen wichtigen Crew-Mitgliedern Zoe Saldana, Zachary Quinto, Karl Urban, Simon Pegg und John Cho.

Aber es geht hier nicht etwa um Gagenerhöhungen, vielmehr wollen Paramount Pictures und Skydance Media die Gehälter nochmals kürzen, um ein bestimmtes Budget zuhalten. Denn im Gegensatz zu erfolgreichen Franchises wie etwa das Marvel Cinematic Universe sind die neuen Star-Trek-Filme alles andere als Kassenschlager. Während der erste Film unter J.J. Abrams 2009 bei einem Budget von 150 Millionen Dollar noch 385 Millionen einfuhr, steigerte sich der zweite Teil, ebenfalls unter J.J. Abrams, bei einem Budget von 190 Millionen Dollar auf 467 Millionen Dollar. Teil drei, Star Trek Beyond von Justin Lin konnte bei 185 Millionen Dollar Budget nur noch 343 Millionen Dollar weltweit einfahren. Das Franchise, argumentiert Paramount Pictures, ist demnach nicht lukrativ genug. Dass überhaupt ein vierter Teil folgt, ist demnach als quasi Fan-Service. Erstmals soll mit S. J. Clarkson eine Frau hierbei Regie führen.

Zwei Szenarien sind nun denkbar: In Szenario eins wird Hemsworths Rolle einfach neu besetzt, was machbar wäre, da er in Star Trek nur wenige Minuten auf der Leinwand verbrachte. Pine selbst wird einfach rausgeschrieben. Es wäre kein Problem, das Fehlen von Captain Kirk anderweitig zu erklären. Immerhin ist das bereits bei Anton Yelchin der Fall. Der Schauspieler, der Pavel Chekov verkörperte, kam im Sommer 2016 bei einem tragischen Unfall ums Leben. Produzent Abrams ließ damals wissen, dass seine Rolle nicht neu besetzt würde. In Szenario zwei wird Pines Rolle einfach neu besetzt, ebenso wie Hemsworths. Das wäre aber mit Wahrscheinlichkeit nur Option B, denn ob die Fans eine Neubesetzung nach drei Filmen noch akzeptieren, dürfte fraglich sein. Bleibt also nur die Frage, wie das verantwortliche Studio reagiert.

Eigentlich müsste sich diese Frage von selbst beantworten, denn für Paramount Pictures müsste klar sein, dass die Fan-Community einen Wechsel bei einer derart wichtigen Rolle wie Captain James T. Kirk nicht akzeptieren wird. Und einen Film ganz ohne Captain Kirk zu drehen, wäre zwar auch storytechnisch machbar, aber nicht erstrebenswert, wenn man bedenkt, welche zentrale Rolle er innehat. Chris Hemsworths Rolle neu zu besetzen wäre da noch das kleinere Übel, das man akzeptieren könnte, aber nicht die von Pine.

Tarantinos Film

Weiterhin interessant in diesem Zusammenhang: Bekanntlich arbeitet Quentin Tarantino ebenfalls an einem Star-Trek-Film mit angestrebtem R-Rating. Es heißt, der Filmemacher begeisterte sich vor allem für Star-Trek-Episoden mit Zeitreisen und Zeitmanipulation. Hier stellt sich die Frage, wird das ein Film innerhalb der Kelvin-Timeline oder wird Tarantino einen One-Shot inszenieren?