Für Simon Pegg war das Interview mit dem Radio Times Magazine wohl nicht gerade eine Glanzstunde. Allerdings äußerte er sich darin auch zu Star Trek 3, in dem er nicht nur erneut in seine Rolle als Scotty schlüpft, sondern auch das Drehbuch schrieb. Und offenbar war den Verantwortlichen die erste Drehbuchfassung einfach zu Star-Trek-mäßig.

Star Trek Beyond - Simon Pegg: Paramount fand das erste Drehbuch zu Star Trek 3 zu Star-Trek-mäßig

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Star Trek 3 soll wohl möglichst wenig an Star Trek erinnern
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Bei Star Trek 3 soll wohl alles anders werden. Der Regisseur der ersten beiden Star Trek-Streifen J.J. Abrams führt nicht mehr Regie, das Drehbuch des bisherigen Drehbuchautors Roberto Orci wurde abgelehnt und er wird auch nicht mehr Regie führen. Stattdessen hat sich Paramount Studios mit Justin Lin einen Actionspezialisten und Hitgaranten an Bord geholt, während das Drehbuch von Simon Pegg mitverfasst wird, der auch schon die Cornetto-Trilogie mit seinem Freund und Regisseur Edgar Wright geschrieben hat.

Ganz offensichtlich strebt Paramount eine komplette Kehrtwende vom bisherigen Pfad an. Allerdings wohl nicht in Richtung Star Trek-Wurzeln, wie manch ein Trekkie zu hoffen vermag. Im Interview mit dem Radio Times Magazine hat Simon Pegg nicht nur (ungewollt) die Nerds und Fans von Comicverfilmungen beleidigt, sondern sich auch zu Star Trek 3 geäußert. Und seine Aussagen werfen erstmals auch ein klareres Licht auf die Produktion.

"Sie hatten ein Drehbuch für Star Trek, das für sie einfach nicht funktioniert hat", so Pegg. "Ich glaube, das Studio machte sich Sorgen, dass es vielleicht ein Tick zu Star Trek-mäßig war."

Was Pegg genau mit "zu Star Trek-mäßig" meint, das wird zwar nicht ganz klar, dafür kann man nun wohl davon ausgehen, dass Orci seinen Platz als Regisseur und Drehbuchautor aufgrund der Neuausrichtung abgeben musste. Orci selbst hatte vor, die Enterprise endlich in die Weiten des Alls zu führen, sich also wieder der Grundthematik zu widmen. Dafür spricht auch, dass sein Drehbuch den Verantwortlichen laut Pegg zu "Star Trek-mäßig" war. Offenbar glaubt Paramount, dass noch viel zu viele Leute dem Thema Star Trek viel zu vorurteilig gegenübertreten, weswegen auch potentielles Publikum verloren geht. Und das, obwohl Science Fiction an sich derzeit hoch im Kurs steht.

"Die Leute sehen es nicht als lustige, farbenfrohe Samstagnacht-Unterhaltung wie die Avengers an... Marvel's The Avengers, ein ziemlich nerdiger Comic mit angeblichem Nischendasein hat 1,5 Milliarden Dollar eingenommen. Star Trek Into Darkness hat eine halbe Milliarde Dollar eingenommen, was immer noch super ist. Aber das bedeutet, laut dem Studio jedenfalls, dass da immer noch eine Milliarde Dollar von Leuten draußen ist, die sich Star Trek nicht ansehen. Und sie wissen nicht, wieso."

Paramount selbst ließ bereits verlauten, Star Trek 3 mehr in Richtung Guardians of the Galaxy ansiedeln zu wollen. Und Pegg sei der Mann für das passende Drehbuch. Seine Methode, es zu schreiben, sei es, "einen Western oder einen Thriller oder einen Heist-Streifen zu schreiben, diesen dann mit Star Trek-Charakteren zu füllen, um auf diese Weise auch ein Publikum miteinzubeziehen, das sich ansonsten etwas sträubt."

Klingt das für euch gut oder schlecht?