Von allen Seelen, die mir begegnet sind auf meinen Reisen, war seine die menschlichste.“ – Das sagte James T. Kirk über Spock am Ende von „Star Trek II: Der Zorn des Khan“. Aber es umschreibt auch Leonard Nimoy sehr gut. Er war ein Mann, der mit inneren Dämonen zu kämpfen hatte, der sie aber auch besiegen konnte. Ein Mann, der mit Hoffnung auf die Zukunft blickte. Der erkannt hatte, welche Kraft der Inspiration „Star Trek“ hatte und der diese Leidenschaft auch befeuert hat.

Ein Mann des Friedens

Ich habe ihn einmal getroffen. Das ist lange her. Es war das Jahr 2005. Leonard Nimoy war der Stargast der Fedcon. Ein Freund von mir sollte damals ein Interview mit ihm für eine große Fernsehzeitschrift führen. Ich sollte damals eigentlich gar nicht dabei sein, aber irgendwie hatte er es doch deichseln können Es war nicht viel Zeit, die für dieses Interview zur Verfügung stand, weil auch noch ein anderer Kollege dabei war und Nimoy - damals schon nicht mehr der Jüngste - schon sichtlich angestrengt war.

Dieses Interview fand ohne Vorbereitung statt, aber als langjähriger Fan hatte ich seine Autobiographie gelesen und genügend Hintergrundwissen für ein kleines Gespräch. Wir überraschten ihn mit Fragen, die er vielleicht nicht jeden Tag hörte. Mein Freund wollte wissen, ob man als Schauspieler, und besonders einer, der auf Conventions von Tausenden Leuten angehimmelt wird, nicht Gefahr laufen könnte, einen Gottkomplex zu bekommen..

Leonard Nimoy (1931-2015) - Ein Nachruf: Er lebte lang und in Frieden

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Leonard Nimoy in seiner wohl bekanntesten Rolle als Mr. Spock.
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Das ließ Nimoy lachen, und er fragte tatsächlich seine Frau, ob er sich verändert und einen solchen Komplex entwickelt hätte. Danach war ich dran und sprach mit ihm über seine Alkoholprobleme und der Offenheit, mit der er diese Schwächen eingestand.

Ich denke, dieses Interview hat Nimoy gefallen, schon allein, weil es außerhalb der üblichen Normfragen stattfand. Das quittierte er auch mit einem „These were very good questions.“

Am selben Abend trat Nimoy dann auf der Con selbst auf und hielt eine flammende Rede darüber, was jeder Einzelne beitragen kann, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Er sprach über Frieden, und dass es jedes Menschen Pflicht ist, sich für ihn einzusetzen und Wirklichkeit werden zu lassen.

Der Saal brodelte. Leonard Nimoy berührte jeden der Anwesenden. Was er sagte, war so fundamental wahr, dass man nicht anders konnte, als sich angesprochen zu fühlen.

Ich denke häufig an diesen Tag zurück. Es kommt nicht oft vor, dass man einem seiner persönlichen Helden begegnet – und sich dieser Mensch dann auch noch als so gut erweist, wie man sich das gewünscht oder erhofft hatte.

Packshot zu Star Trek BeyondStar Trek Beyond

Als ich letzten Freitag von Leonard Nimoys Tod erfuhr, war ich traurig. Das ist ein Gefühl, das sich nur selten einstellt, wenn Prominente sterben, weil man nicht wirklich einen Bezug zu ihnen hat. Aber hier war es für mich, aber auch für Tausende, wenn nicht gar Hunderttausende und Millionen Menschen, anders.

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Auf dem Weg zu Spock

Leonard Simon Nimoy wurde am 26. März 1931 in Boston, Massachussetts, als Sohn russischer Einwanderer geboren. Schon im Kindesalter wirkte er an Schulaufführungen mit und machte damit deutlich, dass die Schauspielerei etwas war, das er nicht missen durfte. Vielmehr sollte darin seine Zukunft liegen. Sie erweckte eine Passion in ihm, durch die ihm klar wurde, dass er niemals etwas anderes machen wollte. Aber der Weg zur Schauspielerei war lang, steinig und hart, denn nur die wenigsten können von dieser Profession leben.

Während er als Statist arbeitete und sich später am Pasadena Playhouse verdingte, lernte er auch seine Frau Sandi Zober kennen, die er 1954 heiratete. Beide blieben bis 1987 zusammen, dann ließ man sich scheiden, nachdem die zwei Kinder bereits ein eigenes Leben begonnen hatten. Nimoy fand aber auch im höheren Alter noch mal die große Liebe: Susan Bay, die er 1989 heiratete.

Nimoy war vor allem vom Method Acting fasziniert und sah Marlon Brando als sein großes Vorbild an. Er musste sich aber noch mit Gelegenheitsjobs verdingen. 1953 ging er zur Armee und diente 18 Monate, wobei er mit den Army Special Services auch ein eigenes Theaterstück entwickelte und zur Aufführung brachte.

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Leonard und Susan Nimoy.
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Anfang der 50er Jahre war er in dem Serial „Des Satans Satellit“ zu sehen. In den 50er Jahren spielte er viel am Theater und führte dort auch Regie. Seine Tochter Julie wurde 1955, sein Sohn Adam 1956 geboren.

1952 wirkte Nimoy in dem Film „Kid Monk Baroni“ mit, aber es war nur eine kleine Rolle. Nach seiner Entlassung aus der Armee lief der Film jedoch im Fernsehen und sorgte dafür, dass er bei Vorsprechen zumindest ein klein wenig bekannter war. Er ergatterte nun auch regelmäßig Rollen, wenngleich eher eindimensionale. Meistens musste er den Schurken spielen, weswegen er lernte, wie man mit einem Springmesser und einer Pistole umgeht, damit das im Film auch überzeugend aussah.

„Des Satans Satellit“ war nicht der einzige Science-Fiction-Film, in dem er dabei war. Nimoy spielte 1954 einen Sergeant im Riesenameisen-Film „Formicula“ und war 1958 ein Professor im B-Film „The Brain Eaters“. Dazu kamen Dutzende von Auftritten in Fernsehserien. Dabei traf er auch das erste Mal auf William Shatner, als beide 1964 in einer Episode von „Solo für O.N.K.E.L.“ mitwirkten – als Antagonisten. Nimoy hatte hier abermals die Schurkenrolle inne.

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Er ist Spock

Anfang der 60er Jahre spielte Nimoy in verschiedenen Serien in Gastrollen mit und lernte bei einem solchen Auftritt in der von Gene Roddenberry entwickelten Serie „The Lieutenant“ auch den späteren „Star Trek“-Schöpfer kennen. Der erinnerte sich an Nimoy, als er Spock konzipierte.

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Leonard Nimoy in der Pilotfolge von Star Trek
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Nimoy war bereits im ersten Pilotfilm von „Star Trek“ mit dabei. „The Cage/Der Käfig“ kam jedoch nie zur Ausstrahlung, da man am Konzept noch arbeitete und Roddenberry noch einmal vollkommen neue Charaktere entwickelte. Nur Spock schaffte es von der ersten in die zweite Version.

Bei der Konzeption seiner Rolle konnte Nimoy auch einiges selbst einbringen. Der vulkanische Nervengriff wurde von ihm entwickelt, ebenso wie der vulkanische Gruß. Den hatte er sich von Kohanim, jüdischen Priestern, abgeschaut, die die Hände so ähnlich hielten, wenn sie jemanden segneten.

Dass der Nervengriff so gut funktionierte, führte er vor allem auf William Shatner zurück. Dessen Reaktion, als Kirk außer Gefecht gesetzt wurde, war es, die ihn so glaubhaft erscheinen ließ.

Nimoy war als Spock eine der, wenn nicht gar die populärste Figur der Serie. Er stand zusammen mit Shatner im Mittelpunkt der, aber er musste nach dem Ende von „Star Trek“ im Jahr 1969 auch erkennen, dass das ein Fluch sein kann. Er war dem Typecasting verfallen, jeder sah in ihm nur noch Spock, so dass es schwierig war, andere Rollen zu bekommen. Aber er hatte Glück. Ein anderes Serienengagement erwartete ihn.

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Von Spock zu Paris und wieder zurück

Nach dem Ende von „Star Trek“ war er bei Publikum und Produzenten als Spock im Gedächtnis haften geblieben. Darum wurde es für ihn schwierig, seine Karriere erfolgreich weiterzutreiben. Um ein für allemal klarzumachen, dass er mehr als nur Spock war, schrieb er seine Autobiographie, der er den provokanten Titel „I am not Spock“ gab.

Nach „Star Trek“ erhielt er eine Rolle in der Erfolgsserie „Kobra, übernehmen Sie!“. Als Paris war er ein integraler Teil des Teams, das die unmöglichsten Fälle annimmt. Häufig war es dabei Paris, der sich eine Maske aufsetzen und jemand anderen darstellen musste.

Nimoy war von 1969 bis 1971 dabei, stieg dann jedoch aus, da ihm die Rolle zu eindimensional war, ebenso wie die Serie, die praktisch stets dasselbe Erzählmuster verwandte.

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Leonard Nimoy in "Mission Impossible".
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Im selben Jahr war er im Western „Catlow“ als Schurke zu sehen, zwei Jahre später durfte ihn dann „Columbo“ als Mörder überführen. 1973 folgte die erste Rückkehr zu „Star Trek“. Man produzierte eine Zeichentrickserie, bei der fast alle Schauspieler ihre Rollen von damals sprachen, so auch Nimoy. Sie wurde jedoch nur eine Staffel produziert. Das Ende von „Star Trek“ sollte das aber noch lange nicht sein.

Man plante zur Mitte der 1970er Jahre eine Serienneuauflage. Diese wurde dann jedoch zugunsten eines Kinofilms fallen gelassen. Noch vor dem ersten „Star Trek“-Kinofilm war Nimoy in dem Science-Fiction-Film „Die Körperfresser kommen“ zu sehen. Erst 1979 mit „Star Trek: Der Film“ begann seine Karriere aber ganz neue Züge anzunehmen.

Der Film war finanziell erfolgreich, besonders spannend war er aber nicht. Spock war auch gewöhnungsbedürftig, denn er war kälter als je zuvor. Nimoy spielte das sehr gut, und das umso mehr, da er zeigte, dass Spock im Kreise seiner Freunde wieder mehr wie früher wird – aber eben nur langsam.

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Der Tod von Spock

1982 kam mit „Star Trek II: Der Zorn des Khan“ der zweite Film in die Kinos. Vieles hatte sich verändert, Nimoy fürchtete jedoch, wieder auf die Rolle festgenagelt zu werden, weswegen er wollte, dass Spock stirbt. Aber kurz bevor die bewegende Sterbeszene gedreht wurde, kam man auf die Idee, die Chance einer Möglichkeit für die Zukunft zu bewahren. Es wurde eine Szene gefilmt, in der Spock eine Gedankenverschmelzung mit McCoy eingeht und sagt: „Nicht vergessen.“ (in „Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock“ wurde daraus „All das vergiss bitte nie“). Wer die Idee dafür hatte? Da gibt es verschiedene Versionen, sowohl Nimoy als auch Regisseur Nicholas Meyer haben sie für sich verbucht.

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Spocks berühmter Tod im zweiten Star-Trek-Film.
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Wie dem aber auch immer sei, im dritten Teil ging es 1984 tatsächlich darum, dass Spock zurückkehrt. Nimoy musste gelockt werden, um die Rolle zu spielen. Man bot ihm an, dass er den Film auch inszenieren dürfte. Das war eine Herausforderung, aber noch im Rahmen des Möglichen, da er als Schauspieler hier nur wenig zu tun hatte.

Neben einem Fernsehfilm und ein paar Fernsehfolgen, darunter eine von „T.J. Hooker“ mit William Shatner, hatte Nimoy keine Regie-Erfahrung, er bereitete sich jedoch akribisch vor und schaffte es sogar, unter dem Budget zu bleiben.

Da der Film so gut ankam, offerierte man Nimoy auch bei „Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart“ die Regie. Das Ergebnis war der bis damals erfolgreichste Film der Reihe, der auch über den harten Fan-Kern hinaus Zuschauer anlockte.

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Der Regisseur

Eigentlich hatte er nie vorgehabt, Regisseur zu werden, aber es passierte halt. Nachdem er mit seinen „Star Trek“-Filmen Erfolg hatte, bot man ihm die Regie bei der Komödie „Noch drei Männer, noch ein Baby“ – ein Remake des französischen Films – an. Nimoy hatte damit einen der erfolgreichsten Filme des Jahres 1987 und wusste, dass er weitermachen wollte. Er mochte die Arbeit.

1988 inszenierte er dann das Drama „Der Preis der Gefühle“. Es folgten der Kurzfilm „Body Wars“, die Komödie „Kein Baby an Bord“ (1990) mit Gene Wilder und Mary Stuart Masterson und der Fernsehfilm „Holy Days – Ich heirate eine Nervensäge“ (1994). Seine letzte Regiearbeit war die Pilotfolge zur kurzlebigen Mysteryserie „Tödliches Spiel“, bei der er auch als Produzent fungierte.

Bei einer Pressekonferenz anlässlich von J.J. Abrams‘ „Star Trek“ im Jahr 2009 wurde er auch gefragt, ob er noch einmal Regie führen wollen würde. Das verneinte er. Dies sollte nie seine Karriere sein. Er sei ein Schauspieler, aber er hatte es genossen, auch mal auf dem Regie-Stuhl zu sitzen. Es war eine gute Zeit, aber sie war auch vorüber.

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Das Leben mit Spock

Nimoy spielte Spock noch im fünften und sechsten Film der Reihe. Außerdem war er in zwei Folgen von „Star Trek: The Next Generation“ als Botschafter Spock zu sehen. Man bot ihm auch an, neben William Shatner in der Eröffnungssequenz von „Star Trek: Treffen der Generationen“ mitzuwirken, die Rolle war ihm aber nicht substanziell genug.

Dass er noch einmal für „Star Trek“ aktiv werden sollte, hätte er sich wohl auch nicht träumen lassen. J.J. Abrams belebte „Star Trek“ jedoch neu, nicht als Reboot, sondern als neue Zeitlinie, die aus der alten hervorgeht. Spock sollte dabei das Trägermedium sein, wenn man so will. So erhielt Nimoy die Gelegenheit einer echten Staffelstabübergabe, da er auch mit Zachary Quinto, der den jungen Spock spielt, agieren konnte.

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Der alte und der neue Spock: Leonard Nimoy und Zachary Quinto.
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Nimoy hatte zudem auch einen kleinen, damals tatsächlich überraschenden Auftritt in „Star Trek Into Darkness“ (2013).

Für Abrams wurde er zudem in dessen Serie „Fringe“ tätig. Von 2009 bis 2012 war er in elf Folgen als Dr. William Bell, ehemaliger Freund und Kollege von Walter zu sehen. Er spielte dabei ambivalent. Man war nie sicher, ob Bell nun ein Schurke ist oder ob er die Welt tatsächlich zu einem besseren Ort machen will.

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Andere Ausdrucksformen

Nimoy war nicht nur Schauspieler und Regisseur, er liebte auch die Fotografie. Dieses Interesse entwickelte er schon in der Kindheit und baute mit 13 Jahren ein Kamera, die er ein Leben lang behielt. In den 1970er Jahren studierte er sogar Fotografie an der 'University of California' in Los Angeles. Damals dachte er auch ernsthaft darüber nach, die Schauspielerei an den Nagel zu hängen und Fotograf zu werden.

Nimoy schrieb zwei Autobiographien. „I Am Not Spock“ erschien 1975, zu einer Zeit, als er mit der Figur und dem Typecasting haderte. 1995 nannte er seine zweiten Memoiren dann „Ich bin Spock“, weil er erkannt hatte, was ihm diese Figur eigentlich alles gegeben hatte.

Nimoy hat zudem Gedichte geschrieben und mehrere Poesie-Bände publiziert. Er entwickelte zudem das Konzept für die Science-Fiction-Comic-Serie „Primortals“, das für den Verlag Tekno entstand, der zahlreiche Comic-Serien nach Ideen prominenter Kreativer auf den Markt brachte.

Eine Leidenschaft war auch das Singen. Nimoy hat fünf Alben veröffentlicht, das erste unter dem Namen „Mr. Spocks Music From Outer Space“.

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Der Ruhestand

Im April 2010 gab Leonard Nimoy bekannt, dass er Spock nicht mehr spielen würde, um Zachary Quinto die Gelegenheit zu geben, die Rolle sich ganz zu Eigen zu machen. Aber dann kam noch der kleine Gastauftritt in „Star Trek Into Darkness“.

Nimoy wollte sich generell von der Schauspielerei zurückziehen, da sein Alter ihm auch zu schaffen machte, aber ganz gelang ihm das nicht. So war er weiterhin ein paarmal als William Bell zu sehen. Er lieh zudem der Figur Sentinel Prime in „Transformers 3 – Die dunkle Seite des Mondes“ (2011) seine Stimme und sprach Sekhuru im Animationsfilm „Zambezia – In jedem steckt ein kleiner Held“. Und er sprach Spock ein letztes Mal. Oder besser gesagt: eine Spock-Actionfigur. Das war 2012, als Sheldon Cooper in „The Big Bang Theory“ plötzlich die alte Mego-Figur aus den 1970er Jahren reden hört.

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Leonard Nimoy als Stargast in der Serie "The Big Bang Theory".
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Nimoy hat sich immer auch für andere eingesetzt, so auch für seine Kollegen bei „Star Trek“. In den 1960er Jahren sprach er mit den Produzenten, damit Nichelle Nichols und Walter Koenig die gleiche Gage bekommen wie die anderen. Das hing er nicht an die große Glocke, aber seine Kollegen sprachen darüber.

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Der lange Abschied

Im Februar 2014 wurde bei Nimoy eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung festgestellt. Sein Zustand verschlechterte sich im Lauf des Jahres und er bekam immer schlechter Luft. Am 19. Februar 2015 wurde Nimoy ins UCLA Medical Center eingeliefert, weil er starke Schmerzen in der Brust hatte.

Acht Tage später verstarb er im Alter von 83 Jahren in seinem Heim in Bel Air an den Folgen der Krankheit. Er wurde überlebt von seiner Frau, zwei Kindern, sechs Enkeln und einem Urenkel. Kurz vor seinem Tod postete Nimoy noch dieses Gedicht auf Twitter: „A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory.

Die Erinnerung an Leonard Nimoy wird nie verblassen. Als Spock hat er uns bewegt, als Mensch inspiriert. Leonard Nimoy war ein Humanist, ein Philanthrop, ein Mann von immenser Integrität und Passion – jemand, von dem man lernen kann.

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