"Einzelne Bausteine wissen zu begeistern oder zumindest zu unterhalten, doch als Ganzes enttäuscht „Splice“ als wenig geschmeidiger Gemischtwarenladen ziellos verbratener Ambitionen." - Martin Beck

„Splice“ ist auf jeden Fall ein ungewöhnlicher Film, der so gar nicht ins durchschnittliche Kinoangebot passen möchte und dabei aber keine rechte Begeisterung entfachen kann. Zu sehr ist hier Stückwerk am Start, zu verworren geben sich die Charaktere und letztendlich zu kurz greift die versprochene Neuinterpretation der Frankenstein-Geschichte. Vincenzo Natali verzettelt sich schon bei der grundlegenden Ausrichtung des Films und kann auch diesmal dem „Cube“-Fluch kein Paroli bieten. So richtig baden geht „Splice“ zwar nicht, doch was genau die Kriterien sind, die gegen einen reinen DVD-Start sprechen, wird leider auch nicht so richtig klar.

Als Abschluss noch eine erhellende Anmerkung zur Entstehungsgeschichte des Films: „Splice“ hatte auf dem Sundance Film Festival Premiere und erntete dort wohl so viele unfreiwillige Lacher, dass nochmal umgeschnitten wurde. Auf diese Weise ist wahrscheinlich der alles andere als runde Fluss des Films entstanden, wobei jedoch immer noch einige kuriose Böcke übrig sind und somit das ursprüngliche Drehbuch gleich nochmal schlechter dasteht. Gibt es in der ersten Fassung vielleicht auch eine Szene, wo Brody mit Dren durch die Wolken fliegt oder eine Runde Tango tanzt? Bei „Splice“ schrammt ja einiges haarscharf an dubioser Komik vorbei, so dass diese Vermutungen vielleicht gar nicht so abwegig sind. Man staunt nicht schlecht bei diesem Film – allerdings nicht immer aus Erfurcht.

Splice - TrailerEin weiteres Video