Marvel Studios und Sony Pictures befinden sich mitten in der Planungsphase für den neuen Spider-Man. Lange hieß es, es könnte dieses Mal Miles Morales, der schwarze Teenie-Spider-Man werden, der sich durch New York schwingt. Doch im Zuge des Sony-Hacks geleakte Dokumente haben nun auch Vertragsklauseln ans Tageslicht gefördert, die ausschließen, dass es jemals einen schwarzen Spider-Man auf der Leinwand geben kann.

Spider-Man - Vertragsklauseln zeigen: Spider-Man darf niemals nicht-weiß oder homosexuell sein

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Sorry Miles, laut Vertrag wirst du niemals auf die große Leinwand kommen
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Natürlich muss man sagen, dass Spider-Man für viele einfach Peter Parker ist. Und Peter Parkers Spider-Man wird zwar als freche Kodderschnauze darsgestellt, aber er ist weder ein übertrieben mit Schimpfwörtern um sich schmeißender Ghetto-Gangster noch entspricht er einem Bild, das die Republikaner hassen würden. Dennoch verwundern die Klauseln, die in einem Vertrag von 2011 zwischen Marvel und Sony Pictures festgehalten wurden.

Interessant ist hierbei vor allem der Zeitpunkt. 2011 gab nämlich auch Miles Morales, der schwarze Spider-Man sein Comic-Debüt. Da stellt sich doch die Frage, wozu ein derartiger Vertrag abgeschlossen werden musste. Es wäre auch nicht so gewesen, als hätte Sony Pictures jemals vorgehabt, Spider-Man anders als sonst darzustellen oder gar Peter Parker zu ersetzen. Zu dem Zeitpunkt waren auch die Dreharbeiten zum ersten Reboot von Regisseur Marc Webb mit Andrew Garfield als Spider-Man bereits abgeschlossen. Und auch Sam Raimi hat die Spinne nie anders als in den Comics dargestellt .

Als die Planungen zum erneuten Reboot starteten, kam auch das Gerücht auf, dieses Mal könnte Spider-Man das Alter-Ego von Miles Morales sein. Es hätte auch insofern gepasst, da Sony Pictures zurück in die High School-Zeit des Superhelden will und Morales nun mal in den Comics ein High School-Schüler ist. Abgesehen davon, dass viele die Stelle in der Pressemitteilung überlasen, in der Sony Pictures klar und deutlich Peter Parker erwähnte, hätte es vor dem Hintergrund des 2011er Vertrags sowieso niemals zu einem schwarzen Spider-Man auf der großen Leinwand kommen können.

Folgend die laut Vertrag mandatorischen Eigenschaften von Spider-Man und Peter Parker, die für die Filme verlangt werden:

Spider-Man:

  • Männlich.
  • Foltert nicht.
  • Tötet nicht,außer zur Selbstverteidigung oder um andere zu beschützen.
  • Verwendet keine Schimpfwörter jenseits PG-13-Bestimmungen.
  • Raucht keinen Tabak.
  • Verkauft und verteilt keine illegalen Drogen.
  • Kein Alkoholmissbrauch.
  • Kein Sex vor dem 16. Lebensjahr, hat keinen Sex mit Personen unter 16.
  • Kein Homosexueller (es sei denn, Marvel stellt sein Alter Ego als homosexuell dar).

Peter Parker:

  • Sein voller Name ist Peter Benjamin Parker.
  • Er ist kaukasischer Abstammung und heterosexuell.
  • Seit seiner Kindheit sind seine Eltern verschwunden.
  • Seitdem seine Eltern verschwunden sind, wird er von Tante May und Onkel Ben in New York City aufgezogen.
  • Er erhält seine Fähigkeiten während er entweder in der Middle School ist oder auf dem College.
  • Er erhält seine Fähigkeiten durch den Biss einer Spinne.
  • Er entwirft sein erstes rot- und blaufarbiges Kostüm.
  • Das schwarze Kostüm ist ein Symbiont und wird nicht von ihm entworfen.
  • Er wird in einem Mittelklasse-Haushalt in Queens, New York aufgezogen.
  • Er geht oder ging auf die High School in Queens, New York und er geht oder ging auf das College in New York City, New York.

Spider-Man - Vertragsklauseln zeigen: Spider-Man darf niemals nicht-weiß oder homosexuell sein

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Gerüchten zufolge ist Asa Butterfield der neue Spider-Man
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Einzige Ausnahme ist der Zustand, den Spider-Man / Peter Parker in Verbindung mit dem Symbionten eingeht. Denn in dieser Verbindung ist er nicht er selbst und kann durchaus böse sein. Sony Pictures hatte also einen extrem engen Rahmen, innerhalb dessen man Spider-Man inszenieren durfte. Vielleicht ist das mit ein Grund, warum sich selbst das Reboot in Form von The Amazing Spider-Man kaum von Sam Raimis Trilogie mit Tobey Maguire unterschieden hat.

Mittlerweile wird der neue Spider-Man ja von Marvel Studios zusammen mit Sony Pictures gestemmt. Da stellt sich natürlich die Frage, ob dieser eng gefasste Vertrag überhaupt noch Gültigkeit besitzt. Zumindest wissen wir, dass es auch dieses Mal Peter Parker sein wird. Ein heterosexueller Weißer, kaukasischer Abstammung, der in Queens, New York auf die High School geht und für den Schimpfwörter jenseits der PG-13-Grenzen tabu sind.

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