Andrew Garfield, der von vielen für seine Darbietung des Peter Parker / Spider-Man in Regisseur Marc Webbs Amazing Spider-Man-Reihe gelobt wurde, sprach sich in einem Interview für einen pansexuellen Spider-Man aus, bei dem man sich keine Gedanken um Geschlecht und Hautfarbe machen müsse.

Spider-Man - Andrew Garfield plädiert für pansexuellen Spider-Man

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Andrew Garfield hofft auf einen von Klischees und Stereotypen befreiten Spider-Man
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Im Zuge der geleakten Dokumente bei Sony Pictures kam auch heraus, dass Marvel Studios teils fragwürdige und haarsträubende Vertragsklauseln definiert hatte, an die sich Sony Pictures zu halten hatte. Von derlei Bestimmungen wusste Andrew Garfield seinerzeit nicht, als er für den Part engagiert wurde, so der Darsteller bei einem Interview anlässlich seines neuen Films 99 Holmes.

Für die Zukunft wünsche er sich, dass es weniger Limitierungen in Bezug auf Spider-Mans Aussehen gebe. "Ich freue mich darauf, an den Punkt zu kommen, an dem wir so ein Gespräch nicht mehr führen müssen, ob es einen pansexuellen Spider-Man geben könnte. Die Vielfalt dieser Welt, diese Multikulturalität der Welt, in der wir leben; in der wir leben, man schaue sich nur einmal die Tierwelt an und es wird einem vor Augen gehalten. Schaut euch nur um. Wovor haben wir Angst? Wieso denken wir, 'Nein, es muss unbedingt so sein, es muss Mann und Frau sein. Wieso sprechen wir überhaupt darüber?'"

In der Tat fände er es sogar großartig, wenn Spider-Man mal aus dem üblichen Rahmen fallen würde. "Warum können wir nicht herausfinden, dass Peter seine Sexualität erforscht? Das wäre nicht einmal etwas Bahnbrechendes. Warum kann er nicht schwul sein? Warum kann er nicht auf Jungs stehen? Wir fürchten uns vor Dingen, die uns nicht entsprechen. Liebe bleibt Liebe. Haut bleibt Haut. Fleisch bleibt Fleisch. Wir machen alle das Gleiche durch. Für mich gibt es da keine Präferenzen."

Das Besondere an Spider-Man sei eben die Tatsache, dass er von Kopf bis Fuß verhüllt sei. So könne sich jeder mit ihm identifizieren. Man sehe weder die Hautfarbe, das Alter, das Geschlecht noch die sexuelle Ausrichtung der Person, die sich darunter verberge. "Ich feiere das. Jeder kann sein eigener Held sein", so Garfield.

Eine Zeit lang gab es auch tatsächlich das Gerücht, Marvel Studios wolle für das eigene Reboot von Spider-Man auf Miles Morales zurückgreifen, den schwarzen Teenager-Spider-Man. Ein Teenager ist es nun auch geworden, nur nicht Miles Morales, sondern erneut Peter Parker, den nun Tom Holland darstellen wird.

Seinen Spider-Man werden wir das erste Mal am 5. Mai 2016 in Captain America: Civil War zu Gesicht bekommen.

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