Bislang sprach Alt-Spider-Man Andrew Garfield immer darüber, wie sehr er sich freue, wieder ein Fan zu sein und wie sehr er sich für Tom Holland, dem neuen Spider-Man-Darsteller freue. Nun offenbarte er, dass ihm die Rolle wohl auch zu groß und er nie wirklich Spider-Man war.

Spider-Man - Andrew Garfield: Ich war nie Spider-Man

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Andrew Garfield sah sich nie wirklich als Spider-Man
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Einen Superhelden in einer Comicverfilmung zu spielen kann viele Vorteile mit sich bringen: man wird unter Umständen bekannter, der eigene Martkwert steigt bei einem Erfolg des Films, ein langjähriges Engagement kann dabei herausgeholt werden und zu guter Letzt wird man auch öfters in anderen Filmen eingesetzt. Doch es gibt auch eine Kehrseite. Und diese beinhaltet die Angst, der überlebensgroßen Vorlage nicht gerecht zu werden. Ein Problem, das wohl auch Andrew Garfield, der ehemalige Darsteller des Peter Parker / Spider-Man in Regisseur Marc Webbs The Amazing Spider-Man-Reihe hatte.

In einem Interview wurde Garfield dazu befragt, was er denn dabei gelernt habe, Spider-Man zu sein. "Nun, nichts, da ich nie Spider-Man war", so Garfields nüchterne Antwort. "Einfach, weil Spider-Man ein fiktiver Charakter ist. Er ist nicht echt. Weißt du, was lustig ist? Dir die verwundbare Antwort zu geben, dass ich dachte, ich würde Spider-Man sein. Ich ging da rein und der Ego-Trip setzte ein. Nach dem Motto, 'Okay, hier bin ich. Ich bin der verdammte Spider-Man. Ich habe es verdammt nochmal geschafft.' All diese Scheiße. Ich hab es nicht wirklich geschafft. Ich war nie Spider-Man."

"Ich war der Schauspieler, der ich bin. Die Person, die ich bin. Und habe versucht, dem gerecht zu werden, dessen Messlatte ich in meinem Kopf so weit oben angesetzt hatte. Jenseits von dem, was ich erreichen, was ich erlangen konnte. Das Großartige daran ist, genau das hat auch Peter Parker getan. Peter Parker hat dieses Symbol kreiert, das er niemals verinnerlichen konnte. Es war nie genug. Er fühlte sich niemals genug und ich fühlte mich niemals genug. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich in der Lage war, genug zu schaffen. Und ich konnte diese Filme nicht retten... und das, obwohl ich nicht geschlafen habe."

Sodann führte er aus, dass er mit "retten" nicht die Rettung in dem Sinne meinte, sondern eine Vertiefung der Stories. Er habe es nicht geschafft, ihnen eine Seele zu verleihen. Etwas, was er glaube, das er niemals in irgendeinem Film schaffen werde. Doch das Gefühl habe er vor allem bei Spider-Man gehabt, was vor allem deshalb schmerze, weil Spider-Man immer ein großes Idol für ihn war.

Klingt ganz danach, als habe Garfield tatsächlich eine weitaus größere Last auf seinen schmalen Schultern getragen als man dachte. Was denkt ihr? War er ein guter, authentischer Spider-Man?

Marvel oder DC?