Fast zehn Jahre sind vergangen, seit „Sin City“ in die Kinos gekommen ist. Ein Sequel wurde immer wieder angekündigt, materialisierte aber nie. Jetzt ist es endlich soweit, nachdem man seit 2007 immer wieder mal verkündet hatte, dass in Kürze die Dreharbeiten beginnen würden. Das Problem: Es ist zu viel Zeit vergangen. Scheinbar interessiert sich niemand mehr dafür. Noch ein Problem: same old, same old. „Sin City 2“ hat nichts Neues zu erzählen, und das ist kurios, gibt es doch zwei Geschichten, für die es keine Comic-Vorlagen gibt.

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Der zweite Film basiert großteils auf der Langgeschichte „A Dame to Kill For“, Rodriguez versteht diesen Film aber sowohl als Sequel als auch Prequel zum ersten Teil, weswegen es auch noch andere Geschichten gibt, die mit der Haupthandlung abwechseln.

Killer mit neuem Gesicht

Dwight (Josh Brolin), der vor einigen Jahren das Leben von Miho (Jamie Chung) rettete, hält sich mittlerweile von allen Schwierigkeiten fern. Doch sein tristes Dasein wird auf den Kopf gestellt, als er von seiner Ex-Freundin Ava (Eva Green) kontaktiert wird. Vier Jahre zuvor brach sie sein Herz und brannte mit einem reichen Mann durch. Dwight zögert zuerst, doch als sie ihm erzählt, dass sie in Schwierigkeiten steckt, trifft er sich mit ihr.

Sin City 2: A Dame to Kill For - Nichts Neues in der Stadt der Sünde

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Der Film läuft bei uns ab dem 18.09.2014 in den Kinos.
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Ava berichtet ihm, dass ihr Ehemann Damien Lord (Marton Csokas) sie misshandelt und sie dringend Hilfe braucht. Überwacht wird sie von dem skrupellosen Chauffeur Manute (Dennis Haysbert). Nach kurzem Zögern beschließt Dwight, sie aus den Fängen der brutalen Männer zu befreien. Doch er muss herausfinden, dass man in einer Stadt wie Sin City selbst einer Dame in Not nicht vertrauen kann...

Vier Geschichten

„A Dame to Kill For“ – der Titel wird von Marv auch mal ausgesprochen - bildet den Hauptteil der Geschichte, ist aber nicht alles. „Just Another Saturday Night“ zeigt, wie Marv auf dem Highway aufwacht, von Leichen umgeben ist und sich an nichts erinnern kann. Neu ist „The Long Bad Night“, in der Johnny Senator Roark beim Poker besiegt und danach von dessen Männern aufgemischt wird, weswegen er nach Rache giert.

Packshot zu Sin City 2: A Dame to Kill ForSin City 2: A Dame to Kill For kaufen: ab 6,20€

„The Fat Loss“ ist ein Sequel zu „That Yellow Bastard“ aus dem ersten Teil. Nancy Callahan konnte den Tod von John Hartigan nicht verkraften. Sie sieht ihn in Halluzinationen und weiß, dass sie ihn rächen muss. Senator Roark muss sterben, aber dafür benötigt sie die Hilfe von Marv.

Sin City 2: A Dame to Kill For - Nichts Neues in der Stadt der Sünde

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Marv (Mickey Rourke) ist ebenfalls zurück.
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Star-Ensemble

Wie schon beim ersten Teil hat Rodriguez, der Frank Miller erneut als Ko-Regisseur aktiv werden ließ, namhafte Schauspieler versammelt. Bruce Willis, Mickey Rourke, Powers Boothe, Jaime King und Rosario Dawson kehren in ihren Rollen zurück, Miho und Manute mussten umbesetzt werden, da Devon Aoki schwanger war und Michael Clarke Duncan bereits verstorben ist. Ersetzt werden sie von Jamie Chung und Dennis Haysbert.

Neu an Bord sind Joseph Gordon-Levitt als Johnny, Eva Green als Ava Lord, Stacy Keach als Wallenquist, Lady Gaga als Kellnerin, Ray Liotta als Joey und Juno Temple als Sally. Josh Brolin spielt nun Dwight, der im Original von Clive Owen dargestellt wurde. Die Umbesetzung geht konform mit dem Comic, denn auch dort sieht Dwight anders aus. Er hat sich einer Gesichtsoperation unterzogen, weil die Cops hinter ihm her sind.

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Der lakonische Ton des Film Noir

Die Geschichten, die hier geboten sind, sind wirklich nicht schlecht. Sie atmen auch den Geist von Frank Millers Comic. Sie wirken aber auch aufgewärmt. Als der erste Teil in die Kinos kam, war das neu: der Look, der Stil, die Monologe der Marke Hardboiled. All das gibt es hier nun auch, aber diese Geschichten können „Sin City“ keine neuen Facetten abgewinnen.

In Sin City nichts Neues. Stil über Substanz, hier nun eher aufgewärmt, als originell. Es wäre mehr drin gewesen.Fazit lesen

Da zum großen Teil bekannte Figuren dabei sind, wirkt das alles auch sehr bekannt. Es wäre wohl vorteilhafter gewesen, Geschichten zu verwenden, die mehr Eigenständigkeit besitzen – in den Comic-Vorlagen wäre da durchaus noch einiges vorhanden gewesen.