"Die britische Antwort auf American Pie kann man getrost die Toilette herunterspülen - würde zumindest zum Humor passen." - Kim Reichard

“Sex and the City” hat es bereits vorgemacht: Serien, die zwar schon abgeschlossen sind, können noch Erfolge im Kino feiern. Wenn diese Serie jedoch weitestgehend unbekannt in Deutschland ist, muss der Film selbst überzeugen. Leider schafft „Sex on the Beach“ das nicht.

Der Film versucht die britische Antwort auf American Pie zu liefern, bleibt dabei aber noch platter, niveau- und ideenloser. So sind auch hier die klassischen Teeniefilm-Figuren am Start, die Spaß in die bunte Loser-Truppe bringen sollen: der Streber, der Treudoofe, der Volltrottel und der selbsternannte Draufgänger.

Selbst aus solchen oberflächlichen Stereotypen ließe sich eine gute Komödie zaubern, doch leider geht der Humor selten über Fäkalwitzniveau hinaus. Auch Handlung und Moral bleiben absolut unter dem Komödiendurchschnitt. Wir erleben hier eine waschechte, aber schlechtere Teeniekomödie. Ein wenig mehr bissiger Sarkasmus, Skurrilitäten jedweder Art und Tiefgang hätten dem Film absolut gut getan. Immerhin soll er die Stufe zwischen Pubertät und Erwachsenwerden beleuchten, indem die vier Jungs nach dem Schulabschluss in den Urlaub starten. Hier hätte man in ernsteren Momenten – oder auch humoristisch - bewusst klassische Adoleszenz-Probleme und innerliche Zerrissenheit thematisieren können.

Stattdessen setzt der Film auf eine Reihe von Unsinnigkeiten. Diese fangen schon bei der schwachsinnigen Rede des Schulleiters an, gehen weiter während des Kreta-Aufenthalts und spitzen sich am Ende zu, wenn sich das platteste, simpelste und vorhersehbarste Finale seit „Final Destination 5“ über die Leinwand erbricht.

Vielleicht haben ein paar eingefleischte Fans Spaß an dem kränkelnden Film, doch für alle anderen dürfte sich ein tiefer Blick ins Familienfotoalbum als spannender, überraschender, niveauvoller und witziger erweisen.

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