Im Lauf der letzten Jahre hat schon so ziemlich alles und jeder gegen Zombies gekämpft: Lehrer, Stripper, Cockneys, Slacker, Cowboys. Nun also sind die Pfadfinder dran. Ja, genau, jene Burschen, die im Wald Zeltlager aufschlagen, sich mit der Natur auskennen und jede Menge Abzeichen tragen. Auf gut Deutsch: Solche Gestalten, die nicht mehr cool sind, wenn man erst in die Pubertät eingetreten ist.

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Darum wollen unsere Helden Ben und Carter auch aussteigen, bleiben sie doch ohnehin nur noch ihres nerdigen Kumpels Augie wegen. Aber auch wenn der ein supertolles Abzeichen bekommen will, wollen die Jungs doch keine geheime, ganz tolle Party auslassen. Wann wird man schon mal zu sowas eingeladen?

Scouts vs. Zombies - Handbuch zur Zombie-Apokalypse - Derber Zombie-Spaß!

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Drei Pfadfinder und eine Stripperin gegen Zombies.
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Eigentlich doch nie, und hier auch nur, weil Carters Schwester Kendall mit einem coolen Typen zusammen ist. Aber natürlich kommt nichts so, wie man es erwarten sollte, denn als die zwei Jungs wieder in der Stadt aufschlagen, ist sie ziemlich leer. Evakuierungen haben stattgefunden. Was nicht evakuiert wurde, ist nun ein Zombie – Sorte: schneller Läufer – und hinter allem her, was menschlich, fleischig und schmackhaft ist.

Nun müssen Ben und Carter ums Überleben kämpfen, aber sie sind ja nicht allein. Augie taucht auch noch auf. Und dann gibt es da auch noch die patente Stripperin Denise, die weiß, wie man mit einer Knarre umgehen muss …

Splatter und Humor

Die Schwierigkeit einer jeden Zombie-Komödie – und davon gab es in den letzten Jahren Dutzende – ist immer die Kombination aus Horror bzw. Splatter und Humor. Häufig funktioniert das eine, aber nicht das andere. Gelungene Beispiele wie „Shaun of the Dead“ oder „Zombieland“ gibt es nur wenige, viel anderes läuft bestenfalls im Mittelfeld, zumeist aber darunter.

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Die Zombies sind natürlich genreüblich gehalten, haben aber ihre Eigenheiten.
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„Scouts vs. Zombies“ gesellt sich nun zu den gelungenen Vertretern dieser immer populärer werdenden Spielart des Zombie-Genres. Dass die Hauptfiguren Pfadfinder sind, ist dabei weniger relevant als die Tatsache, dass die Autoren über reichlich Ideen verfügen, wie man eine Geschichte wie diese aufpeppt.

Die Erklärung für den Ausbruch der Zombie-Seuche ist zwar nur schwammig, bietet aber die Gelegenheit zu einem grandios-witzigen Einstieg, der sofort eines klar macht: Hier darf man Großes erwarten.

Massig Gags

„Scouts vs. Zombies“ funktioniert vor allem, weil er bis zum Bersten mit Gags angefüllt ist. Die sind wiederum unterschiedlichster Natur, können plakativ und derb, aber auch subtil und smart sein. Der Film nimmt schlicht und ergreifend jeden Witz mit, wie abstrus er auch immer sein möge.

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Wenn es doch nur die Menschen wären, die zu Zombies werden...
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Das reicht von lustigen Geräuschen der Zombies und noch lustigeren Schreien der Pfadfinder über eine gänzlich neue Art, wie man eine Zombie-Zunge einsetzen kann bis hin zur beherzten Intonierung eines alten Britney-Spears-Songs. Es ist ein wahres Füllhorn, das hier geboten ist – und das praktisch von der ersten Minute an.

Endlich ein würdiger Nachfolger für Zombieland!Fazit lesen

Leerlauf gibt es nicht, einen langsamen Aufbau auch nicht, denn man zeigt zwar kurz, wie der Anfang der Seuche aussieht, lässt aber den Mittelteil weg und geht gleich in medias res. Das hat den Vorteil, dass der „gute Teil“ umso schneller naht – und dann ein Feuerwerk abgefackelt wird, das bis zum Ende nicht mehr nachlässt.