Sätze wie „Weißt du, es liegt nicht an dir, es liegt an mir…“ oder „Wir haben uns einfach auseinandergelebt…“ wurden nicht nur bereits unendlich oft gesagt, sondern auch in den Medien totgetreten. Und weil das Schlussmachen nicht so leicht wie das Verlieben ist, muss eine neue Lösung her: Man engagiert einfach Matthias Schweighöfer als Schlussmacher.

Schlussmacher - Erster TrailerEin weiteres Video

Denn nach einer langen Beziehung ist nichts schwieriger als das Schlussmachen. Sollte die Liebe einmal vergangen sein, drückt man sich nämlich gerne vor dem unangenehmen Part der Trennung: Die Aussprache und der letztendliche Schlussstrich. Schlussmach-SMS, E-Mails und entsprechende Facebook-Nachrichten sind längst verpönt. Doch was tun, wenn einem zum persönlichen Schlussmachen der Mut oder Nerv fehlt? Man engagiert einfach eine Trennungsagentur (und ja, die gibt es seit ein paar Jahren wirklich)!

„Schlussmachen“ leicht gemacht

In seiner neuen Komödie spielt Matthias Schweighöfer einen dieser professionellen „Schlussmacher“. Das Geschäft läuft blendend, denn Trennungen haben Hochkonjunktur. Paul (Schweighöfer) ist sogar so erfolgreich im Beenden von kaputten oder auch nur leicht angeknacksten Beziehungen, dass er bald Partner der Firma werden soll. Ihm fehlen nur noch 11 Trennungen…

Doch natürlich kommt etwas dazwischen, was den knallharten Geschäftsmann läutern soll. Und in diesem Fall ist das kein etwas, sondern ein jemand: Toto (Milan Peschel), eines seiner Trennungsopfer. Toto ist ein total lieber, fürsorglicher, ja, sogar kindlicher Kerl. Seine Freundin Kathi ist eigentlich gar nicht auf eine Trennung aus, aber ihr Vater duldet die Beziehung nicht und zahlt Paul und dessen Firma einen guten Preis für eine saubere Beendigung der Partnerschaft.

Schlussmacher - Matthias Schweighöfer macht Schluss

alle Bilderstrecken
Up in the Air: Milan Peschel und Matthias Schweighöfer auf Roadtrip.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 21/231/23

Kathi lässt sich zähneknirschend breitschlagen und Toto will sich daraufhin das Leben nehmen. Der verzweifelte Paul rettet ihn jedoch vorm Selbstmord und wird ihn von da an nicht mehr los. Und so bringt Toto das Leben des unnahbaren Paul gehörig durcheinander…

Packshot zu SchlussmacherSchlussmacher

Deutsche Komödie mit Witz

Klingt nicht nur nach einer klassischen Komödie, ist auch eine! Die Idee ist jedoch witzig und die Geschichte entwickelt sich in eine andere Richtung als gedacht. So dreht sich nicht alles um Paul, sondern es geht hauptsächlich um Toto und wie dieser Pauls Leben aufmischt. Dabei begeben sich die beiden auf einen kleinen Roadtrip quer durch Deutschland.

Passend zum Thema ist diese Komödie wie eine Beziehung: anfangs amüsant und herzlich, doch am Ende geht die Luft raus.Fazit lesen

Und der Hypochonder, Allergiker und Feng-Shui-Freund Toto versucht dabei, dem distanzierten Paul beizubringen, der Liebe eine Chance zu geben. Denn Paul ist zwar ein guter Schlussmacher, hat aber in Beziehungssachen selbst keine Ahnung. Bei seinen Aufträgen verwendet er auch kein Mitgefühl, sondern vorgefertigte Standardsätze wie „Genießen Sie ihre neugewonnene Freiheit“ oder „Das Ende ist auch immer wieder ein Anfang“. Und ganz wichtig: „Bei der nächsten Trennung gibt es 10% Rabatt. Empfehlen Sie uns weiter!“ So sind die beiden gegensätzlichen Charaktere bei ihren Aufeinandertreffen schon witzig anzusehen und das Drehbuch bietet einige gute und intelligente Pointen.

Charakterdarsteller vs. Selbstdarsteller

Ein Highlight sind vor allem die Begegnungen, die Paul bei seinen Trennungsgeschäften hat. Da wäre die cholerische Hausfrau, die die Trennung nicht so ganz verkraftet, die hübsche Blondine, die sich über die Jahre hat gehen lassen und zur korpulenten Wuchtbrumme mutiert ist, oder der kontrollsüchtige Vater, dessen Tochter schwanger ist.

Schlussmacher - Matthias Schweighöfer macht Schluss

alle Bilderstrecken
Klarer Fall von: "Es liegt nicht an dir, es liegt an mir."
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 21/231/23

Doch vor allem Milan Peschel als der naive und anhängliche Toto liefert eine super Performance ab, die jede Menge Spaß verbreitet. Matthias Schweighöfer macht hingegen wieder einmal das, was er am besten kann: er spielt sich selbst. Von der Spielweise, dem Aussehen und der Verhaltensweise her unterscheidet sich Paul nicht von Schweighöfers Rollen aus „What a man“ (seiner ersten Regiearbeit), Til Schweigers Ohrentieren, Russendisko oder Rubbeldiekatz.

All diese Figuren könnte man beliebig austauschen und niemand würde es bemerken. Sogar die obligatorische Nacktszene für Matthias Schweighöfers gestählten Body wurde wieder einmal eingeplant… Zudem gibt es einige Gastauftritte, diesmal vom hessischen Comedy-Duo Badesalz, Heiner Lauterbach, Tom Beck und Detlev Buck.