Viel geblieben ist nicht vom einstigen Horror-Hoffnungsträger „Saw“. Wo der erste Teil noch ein innovativ-cleveres Puzzlespiel für erwachsene (und vor allem hart gesottene) Zuschauer bot, ist der Ideenfundus beim nunmehr vierten Aufguss vollends erschöpft. Stattdessen mehr vom Gleichen: Wieder ein Storytwist, wieder ein paar Fallen, hier eine Rückblende, da ein Tonband – Fans kennen das, werden aber die Spannung oder morbide Atmosphäre der Vorgänger vermissen.

Schade ist vor allem, dass die Fortsetzungen nicht mehr gedreht werden, um das Publikum zu überzeugen, sondern lediglich als Goldesel dienen. Dementsprechend banal und konstruiert wirken denn auch viele Handlungsfäden. Die Folter-Fallen erschrecken eher durch Einfallslosigkeit, das Ende wirkt gar völlig an den Haaren herbeigezogen. Saw 5 und 6 sind bereits geplant, den Abwärtstrend der Serie werden die neuen Teile aber wohl auch kaum aufhalten.