"Politisch falsch, bitterböse und trotzdem nur gähnendes Mittelmaß." - Heiner Gumprecht

„Sausage Party“ besteht in erster Linie aus Humor, der die siebte Klasse nie abschließen konnte. Die Faszination für Körperöffnungen, dort austretende Flüssigkeiten, Drogen und Sex ist beinahe faszinierend, aber auf längere Sicht und in der Konzentration auch ermüdend, fast schon nervig. Selbst mit einer Veranlagung für diese Art der Komik ist das Maß nach einer halben Stunde bereits erreicht. Doch aufhören tut man deswegen trotzdem nicht. Es geht immer weiter und weiter und weiter …

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Die letzten beiden Drittel des Animationsfilms bestehen aus einer unfassbar langweiligen und schlecht erzählten Heldenreise und den wenigen guten Momenten, in denen makaber, aber erstaunlich lustig Lebensmittel und andere Supermarktprodukte abgeschlachtet werden. Hier sind es vor allem die Anspielungen auf große Klassiker des Horror- und Kriegsgenres, die von einem gewissen Feingefühl des Humors zeugen.

Was am Ende bleibt, ist weder unterirdisch noch dem Himmel zugeneigt. Es ist einfach nur so noch nie dagewesenes Mittelmaß, das keinen wirklichen Eindruck auf die Kinolandschaft hinterlassen wird. Der Film ist da, bald ist er wieder weg und in ein paar Jahren erinnern sich nur noch Hardcorefans daran. Verschwendetes Potenzial auf allen Ebenen.