"So geht niveauvolles Unterhaltungskino. Konventionelles, aber mitreißendes Biopic. Und mitnichten nur was für Formel-1-Fans." - Rajko Burchardt

Ein Motorsportfilm. Ein Überlebensdrama. Eine Geschichte über Freund- und Feindschaft. Und eine Rekonstruktion der freien 70er-Jahre, als „Sex sicher und Autos gefährlich waren“, wie Regisseur Ron Howard den zeitgenössischen Hintergrund seines Sportler-Biopics umschreibt. Erstaunlich einfühlsam und packend gelingt ihm mit „Rush – Alles für den Sieg“ die rivalisierende, aber auch ungemein respektvolle Beziehung zwischen James Hunt und Niki Lauda nachzuempfinden, beide großartig gespielt von Chris Hemsworth und Daniel Brühl.

Das die tatsächlichen Ereignisse hier und da ein wenig zurechtbiegende Drehbuch von Peter Morgan, der mit Ron Howard bereits an „Frost/Nixon“ arbeitete, betont die Unterschiedlichkeit der beiden Rennfahrer, ohne sie allerdings gegeneinander auszuspielen. Durch die detailreich inszenierte Dualität zweier vollkommen verschiedener Erfolgstypen, dem Playboy Hunt und dem Perfektionisten Lauda, entwirft der Film ein differenziertes Bild des Motorsports, in dem Siegeslust und Lebensmüdigkeit nahe beieinander liegen.

Hätte „Rush“ lediglich die formelhafte biographische Geschichte eines der beiden legendären Rennfahrer erzählt, getreu der Stehaufmännchendramaturgie des Sportfilms, wäre ihm mit Sicherheit keine derartige Ambivalenz geglückt. Erst in der Gegenüberstellung der zwei unterschiedlichen Figuren und ihrer entsprechenden Lebensphilosophien gewinnt diese Geschichte ihr Format – nämlich nicht nur eine über ihren Sport und dessen Helden, sondern auch über das Leben selbst zu erzählen.

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