Es war bereits bekannt, dass Rogue One - A Star Wars Story massive Nachdrehs hatte. Nun ließ der Verantwortliche, Tony Gilroy, in einem Podcast wissen, wie schlimm es um das Projekt wirklich stand, als er hinzustieß.

Rogue One musste durch aufwendige Nachdrehs gerettet werden

Rogue One - A Star Wars Story ist in vielerlei Hinsicht ein sehr unüblicher Star-Wars-Film, nicht nur, weil es das erste einer Reihe an Spin-offs darstellt. Die düstere Story und die nihilistische Stimmung taten ihr Übriges, um Rogue One vom Rest der Saga abzugrenzen. Für einige ist dieser Bruch unverzeihlich und Gareth Edwards Film der Reihe nicht würdig, die anderen bejubeln ihn und sehen darin den richtigen Schritt in die richtige Richtung für das Star-Wars-Universum im Allgemeinen.

Aber das ist vielleicht gar nicht wirklich Edwards zu verdanken. Klar war bereits im Vorfeld, dass Disney massive Nachdrehs durch Tony Gilroy in Auftrag gab, um Rogue One in Richtung Zielgerade zu bekommen. Weswegen genau, darüber wird noch immer spekuliert. Es hieß, das Ergebnis sei den Verantwortlichen nicht Star Wars genug gewesen und das Kriegsszenario zu brutal. So soll das Ende komplett neu gedreht worden sein. Ob das alles stimmt, hat Gilroy in einem neuen Interview zwar nicht bestätigt, dafür warf er etwas Licht auf die Umstände - und die klingen gar nicht gut. Interessant ist auch, dass Gilroy sich selbst so gar nicht als Fan der Reihe sieht und auch nicht bereit ist, nochmal einen weiteren Star-Wars-Film zu verantworten.

"Ich war nie an Star Wars interessiert", so Gilroy. "Also hatte ich keine Referenz oder dergleichen. Ich hatte in dieser Hinsicht keine Hemmungen. Und sie (Disney) steckten knietief im Schlamassel. Sie hatten so schreckliche Probleme, dass egal was man auch tat, man die Situation nur verbessern konnte."

Dabei war die Lösung für die Probleme der Verantwortlichen die ganze Zeit vor ihren Augen gewesen, so Gilroy weiter. "Wenn man sich Rogue One ansieht, all die Probleme, die mit dem Film bestanden, all die Verwirrung, die hier herrschte und all die intelligenten Menschen, die vor diesem Durcheinander standen - man kam rein und das Problem war so einfach zu lösen. Weil man weiß, das ist ein Film, in dem alle sterben. Also handelt es sich hierbei um einen Film über Aufopferung."

Und, das deutet Gilroy an, habe er sich darauf konzentriert, warum die beteiligten Personen sich aufopferten, und das Drehbuch entsprechend umgeschrieben und die Nachdrehs geleitet. Das Ergebnis, ließ Ben Mendelson mal in einem Interview wissen, ist völlig anders als der ursprüngliche Film von Gareth Edwards. Vielleicht ist das mit ein Grund, warum Disney nichts mehr dem Zufall überlassen will und bei den leisesten Anzeichen für einen solchen Fall die Regisseure feuert, wie zuletzt bei Solo - A Star Wars Story.