Mit dem Tod von Han Solo endete auch ein Stück „Star Wars“-Historie. Fast 40 Jahre sind vergangen. Vier Jahrzehnte, in denen Fans „Star Wars“ entdeckten, mit ihren Vätern oder Müttern ins Kino gingen, neue Generationen heranwuchsen und Fans hinzukamen, die noch gar nicht geboren waren, als der erste Kinofilm seinen weltweiten Erfolgszug antrat.

Rogue One: A Star Wars Story - Hinter den KulissenEin weiteres Video

Star Wars Inside - Das Ende einer Ära

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Star Wars Episode VI - Die Rückkehr der Jedi Ritter.
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Es ist viel Zeit – ein halbes Leben, das vergangen ist. Für manche auch ein ganzes Leben. Es sind Jahre und Jahrzehnte, die mit einer Passion verbracht wurden, die mal stark brannte, aber auch abkühlen konnte, die aber nie aufhörte zu sein. Und die immer wieder zurückkehrte – zumeist stärker, als sie zuvor gewesen ist.

Das gilt auch für mich. Für mein „Star Wars“ und für meine eigene Historie mit diesem Phänomen. Die ersten Bilder, die ich von „Star Wars“ gesehen habe, waren ein paar Ausschnitte aus „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“, als im Fernsehen die ersten Berichte darüber kamen und auf den Kinostart vorbereiteten.

Packshot zu Rogue One: A Star Wars StoryRogue One: A Star Wars Story

Zu der Zeit gab es den ersten Kinofilm schon auf VHS. Da ich so begeistert von diesen Ausschnitten war, lieh mein Vater den ersten Teil aus – „Episode IV“ war das damals für mich und die meisten anderen nicht. Ich sah also „Eine neue Hoffnung“ und war hin und weg. Als der Kinostart von „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ da war, ging ich ins Kino. Mit meinem alten Herrn. Den zweiten Teil hatte ich da noch nicht gesehen, aber die Magie von „Star Wars“ entfaltete sich trotzdem.

Das Imperium schlägt zurück“ sah ich tatsächlich erst ein paar Monate später, als ein örtliches Kino eine Wiederaufführung zeigte. Auch hier störte es mich nicht im Mindesten, der Geschichte zu folgen, wohlwissend, wie sie ausgehen würde.

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Star Wars ist unsterblich geworden.
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Es war ein Ereignis, diese Filme im Kino zu sehen, und das umso mehr, da es lange dauerte, bis der zweite und dritte Film auch auf VHS kamen – und dann auch nur ausgeliehen werden konnten. Das waren noch andere Zeiten, bei denen man die Passion zu „Star Wars“ mit Comics, Romanen, Fanzines und ähnlichem aufrechterhielt. Es war toll, auch und gerade, weil nicht alles immer sofort verfügbar war. Man gierte länger danach, und das Suchen nach etwas, das man wollte, hatte seinen ganz eigenen Reiz. Es gab keine Instant-Befriedigung, die Jagd nach „Star Wars“-Pretiosen endete praktisch nie.

Star Wars und ich

In der einen oder anderen Form habe ich mich immer mit „Star Wars“ beschäftigt, mal intensiver, mal weniger stark, aber immer interessiert. Einige meiner ersten publizierten Texte erschienen im „Journal of the Whills“, dem Club-Magazin des European Star Wars Fan Club, aus dem später der offizielle Club werden sollte. Auch dort war ich aktiv. Anlässlich des Starts der Prequel-Trilogie schrieb ich auch für andere Magazine, immer versucht, das Fan-Sein nicht überhand nehmen zu lassen. Eine gewisse Objektivität wollte ich immer wahren – und habe das meiner bescheidenen Meinung auch geschafft.

Weit personalisierter ist dagegen diese Kolumne, in der ich seit zwei Jahren die neuesten Entwicklungen begleite, immer frei in der Wahl meines Themas, mal nerdig, mal mainstreamig, stets mit Passion, manchmal aber auch mit etwas verrückteren Ideen – oder einem Fan-Rant, warum dieses oder jenes so nicht hinhauen kann.

Ende und Anfang

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"Nein ... ich bin dein Vater!".
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Mit „Episode VII“ ist nun so eine Art Wendepunkt erreicht. Im Speziellen gilt dies für Fans der ersten und zweiten Stunde, für die Han Solo der größte war (und Luke Skywalker nur der zweitgrößte, weswegen „Episode VIII“ dann auch eher so etwas wie der Neuanfang ist).

„Star Wars“ wird älter, ich selbst auch. Einiges hat sich im Leben verändert – und tut es nach wie vor. Aber eines ändert sich nicht. Die Begeisterung für den Sternenkrieg, die immer wieder dafür sorgt, dass ich mich wie der kleine Junge fühle, der von „Star Wars“ seinerzeit so extrem beeindruckt wurde. Dessen Phantasie und dessen Passion angeregt wurden. Natürlich ist man heute aufgeklärter, Effekte begeistern per se nicht mehr so sehr, für den Sense of Wonder muss man vielleicht ein Kind sein – oder zumindest im Geiste jung.

„Star Wars“ ist fast so alt wie ich es bin. Und es wird mich überdauern. „Star Wars“ ist für die Ewigkeit. Aber diese Reise in eine Galaxie weit, weit entfernt mache ich mit, solange es geht. Das bin ich schon meinem jüngeren Ich schuldig.