Woran merkt man bei einem Möchtegern-Blockbuster als Erstes, wenn das Budget nicht besonders hoch war? Daran, dass Texttafeln vom elf Tage währenden Krieg der Roboter gegen die Menschen erzählen, man ein paar Schreie und Geräusche hört, und dann ein paar Jahre in die Zukunft gesprungen wird.

Robot Overlords - Exklusive Szene: "Ausgangssperre"Ein weiteres Video

Ein anderes Indiz könnte natürlich der unglaublich alberne Titel sein. „Robot Overlords“ – selbst die schäbigsten Syfy-Channel-Filme trauen sich nicht, derart dümmliche Titel zu nutzen (auch wenn sie häufig nahe genug dran sind).

Warum sollte man „Robot Overlords“ also anschauen? Nun, einen echten Grund gibt es nicht, wohl aber Lockmittel, die das Interesse wecken. Da wären das wirklich knackige Cover, und natürlich die Anwesenheit von Gillian Anderson und Ben Kingsley. Letzterer verdingt sich zwar schon seit Jahren auch gerne mal in filmischem Ausschuss, Anderson hatte bis dato aber ziemlich hochwertige Filme aufzuweisen. Was man gegen sie in der Hand hatte, um sie zu überzeugen, diesen Film zu machen?

Robot Overlords - Da kann Transformers einpacken: Fürchtet euch vor unseren Roboter-Herrschern!

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"Ha ha ha! Guck mal, Roboter!"
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Keine Ahnung, aber zu ihrem Glück taucht sie in „Robot Overlords“ gar nicht so häufig auf. Im Mittelpunkt stehen nervige Kinder und Teenager.

Auf der Suche nach der Story

Die Robot Overlords wollen eigentlich niemandem weh tun. Sagen Sie. Eigentlich wollen sie nur die Menschen studieren und nach getanem Werk wieder verschwinden. Bis zu dem Zeitpunkt müssen die Menschen jedoch in ihren Häusern bleiben. Niemand darf sie verlassen.

Läuft man doch hinaus, ist sofort ein Roboter zur Stelle, der droht: Wenn man nicht innerhalb weniger Sekunden wieder ins Haus geht, wird man desintegriert. Die Überwachung läuft dank eines Implantats im Nacken jedes Menschen ganz gut.

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Ben Kingsley und Gillian Anderson. Zwei Top-Schauspieler, gefangen in einer schrecklich miesen Produktion.
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Ein paar Kinder finden jedoch einen Weg, dieses Implantat zu deaktivieren und stürzen sich darum ins Abenteuer, immer auf der Suche nach dem Vater eines der Jungen.

Wie Scooby-Doo, nur in nervig

Jedes Mal, wenn sich einer auf die Straße wagt, kommt ein Roboter und desintegriert ihn. Nur die Kinder, die werden jedes Mal gerettet. Von Ben Kingsley, einem Kollaborateur, der immer dann zur Stelle ist, wenn ein Override-Code genannt werden muss, um die Zerstäubung aufzuhalten. Tolle Sache für die Kids, aber ein langweiliger Deus ex Machina für den Zuschauer.

Das ändert aber ohnehin schon nichts mehr, denn dieser tonal und inhaltlich völlig wirre Film weiß sowieso nie, was er sein will. Mit den Kids als Heldenfiguren, die richtig mit Knarren gegen die Roboter kämpfen, wobei einer der Jungs auch Roboterkontrollierende Kräfte offenbart. Man sieht schon, Jon Wright, der mit „Grabbers“ einen so amüsanten, kleinen Monsterfilm abgeliefert hat, will hier mit Gewalt alles Mögliche hineinpacken.

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Flugstunden im billigen CGI-Look.
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Auch formal, denn die Kamera wackelt, dass man kurz davor steht, seekrank zu werden. Sogar in ruhigen Szenen, wenn nur geredet wird! Der Grund dafür? Eigentlich will man mit dieser Methode einen Film grimmiger aussehen lassen, aber „Robot Overlords“ ist offensichtlich auf Kinder geeichte Unterhaltung. Dementsprechend ist dieser Ansatz vollkommen verrückt.

Hier stimmt so gut wie nichts, vom Titel angefangen, über die Story und die schmerzhaften Dialoge bis zu den halbgaren Effekten.Fazit lesen

Billig-Look

Die Produktionswerte sind überschaubar. Im Grunde sieht jede Folge von „Doctor Who“ besser aus. Dort macht man aus dem vorhandenen Budget weit mehr, während bei „Robot Overlords“ die CGI-Effekte ausgesprochen grob daherkommen. Einzig wertig sehen die Locations aus, da man bei dieser britischen Produktion natürlich auf schöne Umgebungen setzen konnte.

Robot Overlords - Bilder zum britischen Sci-Fi-Film

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Ansonsten dürfte der Großteil des Budgets in die Verpflichtung von Ben Kingsley und Gillian Anderson geflossen sein.