"Deutscher Wald-und-Wiesen-Film, der mit der 3-D-Technik punkten will, aber dabei übersieht, dass die Technik alleine nicht reicht, um gute Unterhaltung zu produzieren. Jeder Waldspaziergang ist amüsanter." - Peter Osteried

„Robin Hood – Ghosts of Sherwood“ leidet an zahlreichen Problemen: weder das Skript, noch das Schauspiel, noch die Inszenierung können Pluspunkte verbuchen. Einzig das 3-D – sozusagen der „unique selling point“ des Films – kann überzeugen. Aber was will man mit dem schönsten 3-D, wenn der Film an sich einen Unterhaltungswert hat, den man mit dem Lesen des Telefonbuchs gleichsetzen könnte?

Das Traurige ist, dass für dieses Projekt ein gewisses Budget vorhanden war und so theoretisch die Möglichkeit bestand, dass hier zumindest ein brauchbarer Film herausgekommen wäre. Leider versagt „Robin Hood – Ghosts of Sherwood“ auf fast ganzer Linie. Nur in einem Bereich kann er durchaus gefallen: Die musikalische Untermalung von Michael Donner lässt den Film größer wirken, als er letztlich ist, und ist wirklich schön anzuhören. Zur Mitte gibt es darüber hinaus eine an den Stil schwülstiger Musikvideos erinnernde Sequenz, die von einem ins Ohr gehenden Song untermalt ist. Hier singt Oliver Krekel selbst – und das sogar ganz gut.

Für wen ist dieser Film also? Für 3-D-Fetischisten, die keinen Wert auf das Drumherum legen, und für ganz hartgesottene Trash-Aficionados, die aber sowohl ein Faible für Amateurfilme oder Mittelaltermärkte und eine hohe Schmerztoleranz haben sollten.