Der dunkle furyanische Krieger mit den furchteinflößenden Augen ist zurück! Nach „Pitch Black“ und „Riddick – Chroniken eines Kriegers“ belässt man es diesmal schlicht und ergreifend beim Namen des Titelhelden: „Riddick“ ist der dritte Teil der Saga um den düsteren Antihelden – und vermutlich nicht der letzte.

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„Tja, wie standen die Chancen wohl dafür? Diese dunkle Armee zu Füßen von diesem Outlaw. Und das Schicksal des restlichen Universums, wie sieht wohl das aus? Nun, nicht einmal ich wage das zu kalkulieren.“ Nachdem das Ende von „Riddick – Chroniken eines Kriegers“ mit dem Schlusssatz von Aereon weitgehend offen gelassen wurde und man gespannt darauf wartete, wie es mit Riddick wohl weitergeht, kommt nun, ganze sieben Jahre später, endlich die Fortsetzung.

Grenzenlose Möglichkeiten

Aber Titelheld Vin Diesel hatte in der Zwischenzeit natürlich auch alle Hände voll zu tun. Vor allem die „Fast & Furious“-Reihe nahm ihn stark in Anspruch. Doch trotz des gefloppten zweiten Films war Riddick nie gänzlich von der Bildfläche verschwunden. Während seiner Auszeit von der großen Leinwand hüpfte er munter durch Videospiele und Kurzfilme. Jetzt ist er aber zurück und der Zuschauer erhält endlich die Auflösung, wie es um das Schicksal des Universums steht. Oder nicht?

Denn mit einer starken, dunklen Armee an Riddicks Seite lässt sich doch ein toller, spannender und actiongeladener Plot inszenieren. Das zumindest lässt das Ende des zweiten Teils vermuten, Potential wäre in der Handlung auch gegeben. Immerhin ist Riddick nun Lord Marshal und somit der neue Anführer der Necromonger. Ein Besuch im ominösen Underverse wäre also vorstellbar.

Doch weit gefehlt! Die Prämisse wird innerhalb weniger Minuten fallen gelassen und von einer neuen abgelöst. Denn Riddick langweilt sich zunehmend als Anführer der Necromonger. Commander Vaako (Karl Urban), der es auch schon im zweiten Teil auf den Thron abgesehen hatte, erzählt Riddick, er habe seinen verschollenen Heimatplaneten Furya gefunden. Riddick macht sich auf, diesen zu erkunden, und muss feststellen, dass er in eine Falle gelockt wurde. Schwer verletzt wird Riddick auf einem sonnendurchfluteten Wüstenplaneten zurückgelassen und muss fortan ums Überleben kämpfen.

Riddick - Pitch Black is back

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History repeating: Riddick ist mal wieder auf einem garstigen Planeten abgestürzt.
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Nach einiger Zeit auf dem verlassenen Planeten – und einigen Begegnungen mit ebenso tödlichen wie widerlichen Alien-Skorpionen später – findet Riddick eine verlassene Station. Seine Chance, von dem Planeten zu entkommen: Er aktiviert ein Notfallsignal, das ihn identifiziert und ihm Kopfgeldjäger auf den Hals hetzt – die allerdings ein Raumschiff haben. Riddicks Warnung nach dem Motto: „Wenn euch euer Leben lieb ist, lasst ein Schiff hier und verschwindet wieder“ wird gekonnt ignoriert und so muss Riddick schon wieder um sein Überleben kämpfen.

Packshot zu RiddickRiddick

Mit ihm aber natürlich auch die gelandeten Personen, die nicht so recht zu wissen scheinen, mit wem sie es zu tun haben. Aber nicht nur Riddick ist eine tödliche Kampfmaschine, sondern auch die hungrigen Monster auf diesem gottlosen Planeten, die von der einbrechenden Regenzeit im wahrsten Sinne des Wortes an die Station gespült werden…

Grusel-Action à la Pitch Black

Zeit also, den Viechern den Garaus zu machen! Und an dieser Stelle wird es wieder typisch „Riddick“: düstere Grusel-Action, harte und blutige Kämpfe, abgebissene Köpfe und ein Toter nach dem anderen. Nur Riddick schlägt sich munter durch und zeigt den Bestien, wo der Hammer hängt. Dabei erinnert „Riddick“ stark an „Pitch Black“, denn wieder ist eine Gruppe von Menschen auf einem einsamen Planeten voller Ungeheuer gelandet, die die Besatzung Stück für Stück ausrotten.

Eine Fortsetzung für Riddick-Fans: Düsteres und spannungsgeladenes Sci-Fi-Actiongemetzel, das sich jedoch zu sehr wie Pitch Black anfühlt.Fazit lesen

Auch die sehr düsteren Sequenzen, die dem Zuschauer stellenweise kalte Schauer über den Rücken treiben, und die ominösen Sci-Fi-Urzeit-Kreaturen erinnern absolut an den ersten Teil. Doch während „Pitch Black“ für den Zuschauer etwas vollkommen Neues war, findet sich hier nur ein bildgewordenes Déjà-vu vor, dem es schwerfällt, den Kinosaal mit einer ebenso dichten Atmosphäre zu füllen.

Riddick - Pitch Black is back

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Wie Patch Black, nur ohne Fledermäuse, dafür mit Wolfsleopardenziegenböcken.
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In den ersten 30 Minuten bestreitet Riddick vollkommen auf sich allein gestellt den Film, eine Art Sci-Fi-Survival-Abenteuer, das von Regisseur und Autor David Twohy, der in den gleichen Positionen auch bei den Vorgängern fungierte, spannend und interessant inszeniert wurde. Doch sobald Riddick Besuch von den Kopfgeldjägern erhält, schlägt „Riddick“ um in „Pitch Black“. Und ab diesem Punkt ist der Film wohl eher etwas für Zuschauer, die mit dem ersten Teil noch nicht vertraut sind – oder so eingefleischte Fans der Reihe sind, dass sie sich „Pitch Black“ in verschiedenen Variationen immer wieder ansehen können.