Für dich mag Khon nur ein Elefant sein, für mich ist er mein jüngerer Bruder“, erklärt Tony Jaas Figur Kham in „Return of the Warrior“. Dass man dieses Sequel zu „Revenge of the Warrior“ nur bedingt ernst nehmen kann, versteht sich allein dadurch ja schon von selbst. Dazu kommt die Dreistigkeit, mit der dieses Sequel präsentiert wird, denn im Grunde bietet man einfach die Geschichte des ersten Films noch mal und erweitert das Ganze um ein paar illegale Underground-Kämpfe, die von RZA veranstaltet werden.

Return of the Warrior - Official Trailer

Kham ist ein naiver, junger Mann, der den Kindern im Dorf Muay Thai Boxen beibringt und sich um seinen geliebten Elefanten Khon kümmert. Ein Verbrecherboss hat jedoch Interesse an Khon und möchte ihn gerne kaufen. Er benötigt den Elefanten für seinen eigenen Boss, der seine ganz eigenen Pläne hat. Aber wie dem auch sei, wer nicht verkauft, der muss halt erleben, dass er beklaut wird. Und so wird Khon entführt.

Return of the Warrior - Tony Jaa verteilt mal wieder Prügel, weil böse Leute seinen Elefanten geklaut haben…

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Der Film erscheint am 26.09.2014 auf Blu-ray und DVD.
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Kham hat natürlich nichts Besseres zu tun, als zu dem Verbrecherboss zu gehen und ihn zur Rede zu stellen. Dumm nur, dass den gerade jemand kalt gemacht hat. Der Verdacht fällt nun auf Kham, weswegen nicht nur eine Reihe von Gaunern, sondern auch die Martial-Arts-erprobten Nichten des Toten hinter ihm her sind. Da trifft es sich doch ganz gut, dass er einen Interpol-Agenten trifft, der ihm schon mal geholfen hat …

Alberner Haudrauf-Film

Die Geschichte des ersten Teils war schon extrem hanebüchen, aber – wer hätte das gedacht – beim Sequel wird noch mal eine Schippe draufgelegt. Ernst nehmen kann man diesen Klopper-Film wirklich nicht mehr. Und das nicht nur, weil einige der Schauspieler ganz extrem chargieren und aus Übertreibung schon fast eine Kunstform machen.

Die Figuren sind Stückwerk. Sie haben keine tiefergehende Charakterisierung erfahren. Mehr als Funktionsträger dieser dysfunktionalen Geschichte sind sie nicht. Aber bei einem Martial-Arts-Streifen zählt die Geschichte ja auch nur wenig.

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Im Original heißt der Film "Tom Yum Goong 2".
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Wie ist die Action so?

Bei einem Film mit Tony Jaa interessiert im Grunde nur, was die Action so kann. Aber auch die ist hier ein zweischneidiges Schwert. Als Jaa mit „Ong Bak“ bekannt geworden ist, da faszinierte er vor allem mit seinem Kampfstil. Der war echt und authentisch, Wire-Effekte kamen nicht zum Einsatz. Nun ist Jaa entweder älter geworden und braucht die Hilfe oder die Stuntszenen, die sich die Macher des Films ausgedacht haben, sind einfach zu überzogen.

Die Action kann teilweise überzeugen, die Geschichte ist ein reines Ärgernis.Fazit lesen

Wo die Kämpfe Mann-gegen-Mann noch immer richtig gut aussehen, ist das bei Khams Flucht über die Dächer und auf der Straße längst nicht mehr so. Man kann erkennen, dass er hier an Drähten hing, um seine Bewegungsmöglichkeiten zu unterstützen.

Nun ist daran nichts ehrenrührig, man hätte aber gerade bei diesem Ausnahmetalent in Sachen Kampfkunst schon gerne gesehen, dass man ihn sich so entfalten lässt, wie er es halt auch kann.

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Ein lauwarmer Aufguss des ersten Teils.
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Sicherlich, das ist Jammern auf hohem Niveau, denn Wires hin oder her, die reichhaltig gebotene Action ist es schließlich, die „Return of the Warrior“ überhaupt erst sehenswert macht. Die Kämpfe haben es in sich, wobei Jaa längst nicht der einzige ist, der dabei brillieren kann. Die beiden jungen Frauen, die sich auch mit Jaa einen Kampf liefern, sehen darin richtig gut aus. Selbst RZA macht eine unerwartet gute Figur.

Miese CGI-Effekte

Als Kham von Gaunern auf Motorrädern verfolgt wird (über Dächer!), da wird kräftig auf die Pauke gehauen. In einer Szene werden zwei Motorräder von einer herannahenden Bahn weggeschleudert, aber das sieht so erbärmlich schlecht aus, dass es besser gewesen wäre, diesen albernen Effekt gleich ganz zu streichen.

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Zu häufig hat man bei diesem Film das Gefühl, dass weniger einfach mehr gewesen wäre. Weniger übertriebenes Schauspiel, weniger überzogene Effekte, weniger alberne Ideen, weniger Quatsch einfach.