Vor zehn Jahren debütierte der erste „Resident Evil“-Film. Seitdem hat sich die Reihe zur Hausmarke in Sachen Zombies etabliert und wird stetig fortgeführt. Der fünfte Teil läuft endlich in den Kinos, der weltweite Start war erfolgreich und so dürfte Regisseur Paul W.S. Andersons Plan aufgehen.

Denn er möchte noch einen sechsten Film drehen und damit dann die Geschichte zum Abschluss bringen (zumindest was Ehefrau Milla Jovovich und ihn betrifft, als Geldkuh wird das Studio „Resident Evil“ sicherlich nicht aufgeben wollen).

Da wir nun so etwas wie die „Resident Evil“-Woche feiern, haben wir uns gedacht, dass es doch eine feine Idee wäre, mal ein paar Fakten zur Reihe zusammenzustellen, über die man nicht an jeder Ecke stolpert. Und dabei meine ich bestimmt nicht den auch schon mehr als ein Jahrzehnt auf dem Buckel habenden Comic „Feuer und Eis“, den ich seinerzeit eingedeutscht habe.

10. Romero und die Zombies

George A. Romero macht ja schon seit Jahr und Tag nichts anderes mehr als Zombie-Filme herunterzukurbeln. Die werden auch von Mal zu Mal schlechter. Er war mal im Gespräch, um den ersten „Resident Evil“ zu inszenieren, aber seine Ideen stießen nicht auf Wohlgefallen.

Darum kam Paul W.S. Anderson zum Zug. Viele Fans bedauern das ja schon seit Jahren, aber ob Romeros Film gerockt hätte? Für einen Einblick in das Was-wäre-wenn geht ihr am besten hierhin und lest das Skript ganz einfach selbst.

Ein wenig mit „Resident Evil“ durfte der alte George aber dann doch noch spielen. Er inszenierte den Werbeclip für das zweite Spiel, das in Japan den Namen „Biohazard 2“ trägt. Zu sehen sind in dem Clip der mittlerweile verstorbene Brad Renfro als Leon S. Kennedy und Adrienne Frants als Claire Redfield.

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9. Was sind nur die echten Wunden?

Schon gleich zu Beginn der Dreharbeiten von „Resident Evil: Retribution“ kam es zu einem heftigen Unfall.

Am 11. Oktober kollabierte am kanadischen Set eine Plattform, wodurch 16 Menschen verletzt wurden.

Zehn von ihnen mussten in die Notaufnahme gebracht werden, wo die Ärzte ein Problem hatten - sie mussten zwischen den echten und den falschen Wunden unterscheiden, denn bei den Menschen handelte es sich um Zombie-Darsteller mit allerhand falscher Verletzungen und Blut am Leib.

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8. Man hört auf die Fans

Bei Franchises ist es längst nicht immer so, dass die Macher mehr als ein Lippenbekenntnis abgeben, wenn es um die Wünsche der Fans geht. Paul W.S. Anderson sah das jedoch von jeher anders.

Er erzählte Channel Nine: „Wir haben schon immer die populärsten Kreaturen und die beliebtesten Figuren eingesetzt, nach denen die Leute fragten. Darum gibt es in den Filmen auch die Zombie-Hunde und die Lickers.

Und darum wurde auch Jill zu einem Teil des Film-Franchises. Wegen den Fans sind Leon, Ada und Barry Teil der Geschichte. Denn die Leute forderten immer wieder, dass diese beliebten Figuren eingebaut werden.“

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7. Back to Back

Wie Boris Kodjoe, der im vierten und fünften Teil Luther West spielt, erklärte, sollten der fünfte und sechste Film ursprünglich gemeinsam produziert werden.

Das hätte Kosten gespart, aber Anderson entschied sich schließlich dagegen, da er der Meinung war, es sollte nur weitergehen, wenn auch „Resident Evil: Retribution“ ein Erfolg ist.

Das ist er und so geht es weiter. Laut Kodjoe weiß Anderson bereits ganz genau, was im sechsten Film passiert, bis hin zu einzelnen Szenen. Er muss nur noch das Drehbuch schreiben.

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6. Die Arbeit mit Capcom

Bevor Paul W.S. Anderson den Auftrag erhielt, das Drehbuch zum ersten Film zu schreiben und es dann auch zu inszenieren, flog er nach Osaka, wo er drei Tage bei Capcom verbrachte und den Bossen und Spielentwicklern von seiner Vision für den Film erzählte.

Daraus ergab sich eine fruchtbare Beziehung, denn es ist längst nicht mehr nur so, dass die Filme Elemente aus den Spielen entnehmen. Auch die Spiele haben sich von den Filmen beeinflussen lassen.

So gibt es dort nun auch Elemente wie die Red Queen oder den Korridor mit dem Lasernetz in den Spielen. Bei Capcom gibt man darüber hinaus Input, was die neuen Drehbücher betrifft, wobei die Filmemacher teils diese Anregungen auch umsetzen.

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5. Mit der Knarre in der Hand

Bei „Resident Evil“ treibt man die Entwicklung der Zombies stets voran. Die langsamen Schlurfer der Romero-Ära, von denen nur den wenigsten Exemplaren etwas beigebracht werden konnte, sind längst passé.

Denn in „Resident Evil: Retribution“ orientiert man sich erneut an den Games und macht die Zombies noch gefährlicher.

Diesmal sind einzelne Exemplare nämlich auch in der Lage, Motorräder zu fahren und Schusswaffen zu benutzen. Da mag Zombie-Traditionalisten der Angstschweiß auf der Stirn stehen, aber es ist eine coole und interessante Entwicklung, die „Resident Evil“ auch von anderen Zombie-Filmen abhebt.

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4. Wüstensöhne

Als Paul W.S. Anderson sein Drehbuch zu „Resident Evil: Extinction“ in der Wüste von Nevada ansiedelte, musste er sich von harten Fans der Spielereihe einiges anhören.

„Resident Evil“ in der Wüste, im hellen Sonnenschein, das war einfach nicht das, was das Spiel vorgegeben hat.

Dazu hatte Anderson später nur das zu sagen: „Wer hätte das gedacht? Das fünfte Resident-Evil-Game spielt in der sengenden Hitze Afrikas, im prallen Sonnenlicht. Es gibt sogar einige Szenen, die direkt aus dem dritten Film übernommen wurden.“

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3. Alice im Wunderland

Beim Schreiben des Drehbuchs für den Originalfilm ließ sich Paul W.S. Anderson auch von Lewis Carrolls Klassiker „Alice im Wunderland“ inspirieren. Darum nannte er seine Hauptfigur Alice.

Aber ebenso wie im Wunderland gibt es auch bei „Resident Evil“ die Red Queen (= Herzkönigin) und natürlich das weiße Kaninchen – auch wenn es hier niemanden des Weges geleitet, sondern nur ein Versuchstier im Umbrella-Labor ist.

Übrigens wird Alice im gesamten Film nicht mit Namen angesprochen, erst durch die End-Credits erfährt man, wie sie heißt. Nachnamen hat sie übrigens keinen, zumindest in den Filmen – in den Romanen schon. Dort wird erklärt, ihr Nachname sei Abernathy.

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2. Millas Tochter – ein Zombieschreck!

Milla Jovovich ist Mutter. Während sie den vierten Teil drehte, war ihre Tochter zwei Jahre alt und sie musste versuchen zu verhindern, dass sie Zombies sah und sich ängstigte. Bei den Dreharbeiten von „Resident Evil: Retribution“ gab es keine Berührungsängste mehr.

Dem Magazin Fangoria erzählte Jovovich: „Sie versteht, dass es alles nur eine Illusion ist. Das ist wirklich sehr, sehr süß. Speziell, als sie eines Tages in den Make-up-Raum ging, wo die Zombies hergerichtet werden.

Einer von ihnen ist ein Großvater und zeigte ihr auf seinem Smartphone Bilder seiner Enkelin. Meine Tochter dachte, dass die Zombies albern aussehen. Und sie hat versucht, sie zu erschrecken!“

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1. Weg mit dem Nippel

Als der erste „Resident Evil“ gedreht wurde, pflegten Regisseur Paul W.S. Anderson und Hauptdarstellerin Milla Jovovich nur eine professionelle Beziehung. Später verliebten sie sich, mittlerweile sind sie sogar verheiratet. Im ersten Teil gab es von Milla mehr zu sehen, als es Anderson mittlerweile lieb ist.

Der Website TheFIX erzählte Jovovich: „Wenn man eine alte Version des Films sieht, bevor Paul sich in mich verliebte und bevor wir heirateten, dann kann man in einer der Szenen meinen Nippel sehen.

Als wir dann jedoch zusammen waren und ihm klar war, dass dies die große Liebe ist, schnitt er die entsprechenden Frames raus. In neuen Versionen sieht man den Nippel also nicht mehr.“ Stellt sich die Frage: Sieht man den Bär noch?

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